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Preise für Essen in Mailand: Wo du lecker und günstig essen kannst

„Die Liebe kommt und geht, aber Appetit hast du immer“ – dieses Sprichwort kennt wohl jeder. Ich bin mir sicher: Die Liebe zu Mailand wird bei dir kaum vergehen – sieh dir die Stadt an, und du verliebst dich für immer. Mit dem Essen verhält es sich etwas „problematischer“: Es ist so lecker, dass du neben den Souvenirs vermutlich noch ein paar zugelegte Kilos mit nach Hause bringst. Was Essen in Mailand kostet, besprechen wir in diesem Artikel.

Die Mailänder Küche ist großartig: Reis spielt eine sehr wichtige Rolle, und das Risotto alla Milanese (mit Safran) ist so gut, dass sich allein seinetwegen eine Reise nach Mailand lohnt! Viele Gerichte werden mit Gemüse serviert, etwa die klassische Gemüsesuppe Minestrone. Auch das Gebäck ist klasse: das Brot Michetta – das ist wirklich rein mailändisch, innen hohl und mit knuspriger Kruste – und natürlich der Panettone. Aber beachte: Panettone ist hier ein Weihnachtsgebäck; im Dezember sind alle Schaufenster voll davon, im Sommer begegnet er dir in Cafés kaum.

Heute wollen wir herausfinden, was Essen in Mailand kostet, was du probieren solltest und in welche Lokale du gehen kannst. Ich verspreche dir: Die Informationen werden sehr nützlich sein! Und wenn es ganz kurz sein soll: Ein Cappuccino an der Theke kostet 1,80 €, ein Mittagessen mit einem Gericht im Zentrum 11,50–12,50 €, ein Aperitivo mit Buffet ersetzt dir das Abendessen für etwa 8,50–15 € – so kommt eine Person auf rund 30 € Essen pro Tag. Und jetzt der Reihe nach.

1. Wo du in Mailand essen kannst

Essen findest du für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack, bei der Auswahl sollte es also keine Probleme geben. Lecker essen kannst du sowohl im teuren Restaurant als auch in günstigeren Lokalen (Trattoria und Osteria sind im Grunde ebenfalls Restaurants, nur mit einfacherem Service, bei Einheimischen beliebter – und das Essen dort ist wahnsinnig lecker). Dazu gibt es sehr viele preiswerte Cafés, und auch Streetfood ist beliebt.

Das Gebäck in Mailand ist einfach fantastisch:

Essen in Mailand

Man möchte am liebsten alles probieren:

Essen in Mailand

Um Geld zu sparen, kaufen viele ihr Essen im Supermarkt oder gehen auf Lebensmittelmärkte (wo die Auswahl ebenfalls sehr gut ist); in Mailand gibt es außerdem Lieferdienste für Essen.

Mit dem Sushi lag ich übrigens zunächst falsch: Ich dachte, in Italien gäbe es das so gut wie gar nicht. Tatsächlich ist es genau umgekehrt, und zwar ausgerechnet in Mailand: Laut Gastronomieführer Gambero Rosso gilt die Stadt als Hauptstadt der japanischen Küche Italiens, und auch das erste Sushi-Restaurant des Landes wurde hier eröffnet – schon 1989. Japanische Lokale gibt es in der Stadt sehr viele, und fast überall wird das Format All you can eat angeboten: Du zahlst einen Festpreis und bestellst, so viel du schaffst. Für hungrige Reisende ist das oft günstiger, als dasselbe nach Karte zu bestellen. Geliefert wird übrigens auch:

Essen in Mailand

Bei Einkäufen im Supermarkt gibt es am Abend sehr gute Rabatte auf Fertiggerichte – nutze das unbedingt!

Hier zum Beispiel ein kleiner Einkauf von mir im Supermarkt Esselunga – 7,40 €, wobei es auf den Smoothie 50 % Rabatt gab. Gleich vorweg, ganz ehrlich: Das ist mein Kassenbon vom November 2018, und seitdem ist der Warenkorb in Italien um fast ein Drittel teurer geworden – plane also mehr ein. Und noch etwas Wichtiges, das ich damals nicht wusste: Die klassischen großen Esselunga-Märkte stehen am Stadtrand, im Zentrum betreibt die Kette kleine Stadtgeschäfte namens La Esse – wenn du im Zentrum wohnst, musst du nach genau denen suchen:

Was man in Mailand essen kann

Für Strudel-Fans: Im selben Supermarkt hat mich eine Portion für zwei nur 2,78 € gekostet – aber auch das ist wieder ein Preis vom November 2018, und gekauft habe ich sie abends, mit Rabatt auf Fertiggerichte. Die Abendrabatte funktionieren übrigens bis heute, und sie sind nach wie vor der beste Weg, in Mailand Geld zu sparen:

Essen in Mailand

1.1. Wie du beim Abendessen sparst

In Mailand gibt es die wunderbare Tradition des Aperitivo. Das ist die Zeit nach der Arbeit und vor dem Abendessen mit der Familie, um sich mit Freunden zu treffen. Die meisten Cafés öffnen dann mit speziellen Preisen und stellen jede Menge Snacks auf – bezahlen tust du nur den Alkohol. Die Mailänder treffen sich mit Freunden und verbringen einen tollen Abend bei lauten Gesprächen.

Nicht selten wird diese Stadt übrigens als Hauptstadt des Aperitivo bezeichnet! Manchmal hört man auch den Begriff „Happy Hour“ – sehr passend. Los geht es meist zwischen 17 und 18 Uhr und dauert bis etwa 22 Uhr. Aber hier mein wichtigster Tipp: Du solltest zum Beginn hingehen. Das Buffet ist in den ersten ein bis anderthalb Stunden am reichhaltigsten; gegen 21:00 Uhr wird es allmählich leergeräumt, und du riskierst, für dasselbe Geld vor leeren Tabletts zu stehen.

So sieht ein Café während dieser Happy Hour aus. Gefunden habe ich es am Corso Como – einer kurzen Fußgängerstraße von etwa dreihundert Metern, von der Piazza XXV Aprile bis zum Bahnhof Porta Garibaldi. Aussteigen an der Metrostation Garibaldi FS, das ist die grüne Linie M2 und die lila M5; gleich daneben liegt die moderne Piazza Gae Aulenti. Die Via Montenapoleone dagegen ist ein ganz anderes Ende des Zentrums – gelbe Linie M3 und das Viertel der teuren Boutiquen; von dort ist es weit bis zum Corso Como:

Mailänder Cafés

Du bestellst einen beliebigen Cocktail, Wein oder ein alkoholfreies Getränk von der Karte – und zahlst nichts weiter: Das Essen vom Buffet ist in diesem Preis schon enthalten. Ich habe damals 8 € bezahlt, schreibe aber ehrlicherweise dazu: Das war im November 2018. Heute kostet der Einstieg in einen Aperitivo mit ordentlichem Buffet etwa 8,50 bis 15 € – 8,50 € verlangt die alte Bar Magenta, 12 € Lokale wie die Foresta Woodbar, 15 € große Buffet-Adressen wie die BhangraBar am Corso Sempione:

Preise für Essen in Mailand

Das Prinzip erinnert an ein Buffet: Du nimmst dir einen Teller und lädst dir so viel auf, wie du magst:

Essen in Mailand

Je nach Café ändert sich auch das Angebot beim Aperitivo; in diesem Café kann man richtig gut zu Abend essen:

Happy Hour in Mailand

Neben Salaten gibt es auch eine ordentliche Auswahl an Hauptgerichten: die in Italien so beliebte Pizza und Risotto:

Aperitivo in Mailand

Ich habe mich für diese Variante des Abendessens entschieden (danach durfte man noch nachnehmen):

Abendessen in Mailand

Am Eingang des Cafés kaufst du ein Getränk – meist 8–15 € – und darfst dir den Teller so oft und so reichlich füllen, wie du willst. Glaub nur nicht, dass es in Mailand einen einheitlichen „normalen“ Cocktailpreis gäbe: Die Spanne ist enorm. In einer normalen Bar in Büronähe kostet ein Aperol Spritz 5,50 €, der Stadtdurchschnitt liegt bei etwa 10 €, und in den Lokalen, die die Suche als „bester Spritz Mailands“ ausspuckt, erreicht der Schnitt 16–17 € – auf einer Terrasse mit Blick auf den Dom bis zu 20 €. Es ist hier also ganz und gar nicht peinlich, vor dem Hinsetzen in die Karte zu schauen. Sehr wichtig ist aber, ein gutes Café zu finden. Wo mehr Einheimische sind, ist das Lokal besser. In manchen nicht besonders beliebten Cafés stehen zum Aperitivo nur Chips und Nüsse auf dem Tisch – für ein sättigendes Abendessen taugt so eine Variante natürlich nicht.

Dieses Café war voller Einheimischer (darum habe ich es gewählt):

Preise für Essen in Mailand

Geh nicht vorbei, nur weil schon keine Tische mehr frei sind – für Italiener ist das überhaupt kein Problem: Sie essen notfalls auf Treppenstufen oder im Stehen; wichtiger sind ihnen Qualität und Geschmack des Essens. Ein paar Adressen, zu denen du gezielt zum Aperitivo gehen solltest: La Baita del Formaggio – ein Käseladen in der Via Vincenzo Foppa 5, seit 1958 in Mailand; der Laden selbst ist von 8:30 bis 19:30 Uhr geöffnet und sonntags geschlossen, die Abendrunden laufen in einem separaten Lokal nebenan, dem CheesePark. I Pesciolini am Corso di Porta Romana 51 – eine Fischhandlung mit Küche, der Aperitivo ist fischlastig: Tatar, Carpaccio, roher Fisch; beachte, dass sonntags und montags Ruhetag ist. Und Vino al Vino – eine winzige Enoteca, in die man für ein Glas Wein geht, nicht fürs Buffet.

Seltsam, aber wahr: Zwischen 15:00 und 18:00 Uhr ist es schwer, ein Lokal für einen Snack zu finden, weil sich die meisten Cafés auf den Aperitivo vorbereiten.

1.2. Welche Arten von Lokalen es in Mailand gibt

Wie schon erwähnt, gibt es sehr viele Lokale mit Essen: Restaurants, Cafés, Trattorien, Osterien, Streetfood. Bemerkenswert: Die Italiener lieben ihre Küche einfach – 80 bis 90 Prozent werden sagen, sie sei die beste der Welt, und können sie stundenlang loben. Der Kaffeekult hier ist unglaublich. Aber was den „festen Kaffeepreis in ganz Italien“ angeht, will ich ehrlich sein: Das ist ein Mythos, und ich habe selbst daran geglaubt. Einen einheitlichen Preis gibt es nicht. Günstiger Kaffee ist Kaffee an der Theke, im Stehen, in einer normalen Bar im Viertel: Ein Espresso kostet in Mailand im Schnitt 1,27 €, ein Cappuccino etwa 1,80 €. Setzt du dich dagegen an einen Tisch in einem touristischen Lokal, gelten andere Zahlen: Im Camparino in der Galleria Vittorio Emanuele kostet ein Espresso 5 €, ein Cappuccino 6 €. Dasselbe Getränk, dieselbe Stadt – der vierfache Preis. Genau darum trinken die Italiener ihren Espresso im Stehen.

Der Kaffee in Italien ist einfach unglaublich – selbst im einfachsten Café schmeckt er hervorragend.

Ein typisches Café in Mailand sieht genau so aus – gemütlich, mit leckerem Kaffee und vielen Süßigkeiten:

Café in Mailand

Tee dagegen mögen die Italiener nicht besonders; sie sehen ihn eher als wärmendes Getränk und bestellen ihn nicht zum Dessert, weil er ihrer Meinung nach den Geschmack verdirbt. Auch im Geschäft ist Tee ziemlich teuer, und die Auswahl ist klein.

Das berühmte amerikanische Dessert – der Brownie:

Café in Mailand

Tiramisu wird (im Zentrum von Mailand) portionsweise verkauft – du kannst es kaufen und direkt unterwegs essen:

Essen in Mailand

Verschiedene Kuchen findest du in jedem Café:

Café in Mailand

In Mailand bestellt man zum Abendessen normalerweise keine hochprozentigen Getränke, höchstens Wein (und den, um den Geschmack der Gerichte zu unterstreichen). Die Italiener essen mittags und abends meist in kleinen Cafés; gefrühstückt wird zu Hause – diese Mahlzeit ist ihnen nicht besonders wichtig, oft begnügt man sich mit einem Kaffee.

Streetfood ist bei Touristen und bei den Einheimischen selbst gleichermaßen beliebt. Beachte aber, dass die Hälfte dessen, was auf der Straße verkauft wird, aus dem Süden nach Mailand gekommen ist: Die frittierten Reisbällchen Arancini und die Donuts Zeppole sind sizilianisch bzw. neapolitanisch, die Porchetta (Schweineroulade) stammt aus Mittelitalien, und die Stigghiola, die manchmal als Würstchen bezeichnet wird, ist eigentlich gar keins: Das ist Streetfood aus Palermo – Lamm-Innereien, um einen Lauchstiel gewickelt und über Holzkohle gegrillt. Wirklich mailändisches Streetfood ist der Panzerotto, eine frittierte Teigtasche mit Mozzarella und Tomate. Dafür geht man zu Luini – eine Bäckerei aus dem Jahr 1888 in der Via Santa Radegonda 16, praktisch direkt hinter dem Dom; es gibt dort immer eine Schlange, aber sie geht schnell voran.

1.3. Preise in den Cafés

Alle interessiert die Frage: Was kostet Essen in Mailand?

Die Stadt ist natürlich teuer, aber insgesamt sind die Preise erträglich – günstige Varianten für Frühstück, Mittag- und Abendessen lassen sich finden. Hier ein paar Preisbeispiele.

In der Regel gilt: Cafés näher am Zentrum sind teurer, weiter draußen wird es günstiger.

Hier die Karte eines Cafés unweit des Zentrums:

Preise für Essen in Mailand

Und in solchen Lokalen sind die Preise übrigens sehr niedrig (ein Café nur ein paar Häuserblocks vom Dom entfernt):

Café in Mailand

Die Karte mit den Preisen:

Preise für Essen in Mailand

Ich habe als kleinen Snack einen Brownie und einen Matcha Latte bestellt – zusammen nur 6 € (das war, zur Erinnerung, im November 2018). Heute kostet ein ähnlicher Snack ungefähr genauso viel: ein Stück Kuchen 3,50 € plus Cappuccino 1,80 € – rund 5,30 €, wenn du ihn in einem normalen Stadtcafé nimmst und nicht in einem touristischen:

Café in Mailand

Gute Preise gibt es auch in einem Café unweit des Hauptbahnhofs:

Preise für Essen in Mailand

1.4. Was man dir vor der Bestellung zeigen muss

Und jetzt das, was mir bei meiner ersten Reise selbst sehr gefehlt hat: Was man dir zusätzlich berechnen darf und wie du das vorher erkennst. Die Rechnung im Nachhinein zu entschlüsseln ist eine trübe Beschäftigung – dabei sind die Regeln eigentlich einfach und arbeiten zu deinen Gunsten.

Nach den Regeln, die die Mailänder Stadtverwaltung selbst veröffentlicht, ist ein Lokal verpflichtet: die Speisekarte mit Preisen so auszuhängen, dass man sie von der Straße aus lesen kann, noch bevor man hineingeht; innen eine Preisliste für Getränke bereitzuhalten; und wenn es Bedienung am Tisch gibt – dir die Preisliste zu geben, bevor du bestellst, und den Aufschlag für die Bedienung direkt darin anzugeben. Auch der Preis fürs Essen zum Mitnehmen muss am Preisschild an der Vitrine stehen. Wenn es draußen keine Karte gibt, ist das schon ein Grund, weiterzugehen – nicht aus Sturheit, sondern weil es so vorgeschrieben ist.

Jetzt zum berühmten Coperto – dem „Gedeck“. Das ist weder Trinkgeld noch Betrug: ein Festbetrag pro Person für Platz, Besteck und Brot. In Italien ist es legal (die einzige Ausnahme ist die Region Latium, wo es verboten ist, Geld genau unter diesem Namen zu verlangen – aber Mailand ist nicht Latium). Entscheidend ist: Das Gedeck muss vor der Bestellung angekündigt werden – in der Karte oder in der Preisliste. Taucht es überraschend erst in der Rechnung auf, musst du es nicht zahlen und darfst dich weigern.

Eine Obergrenze fürs Gedeck legt das Gesetz nicht fest, und die Summen fallen sehr unterschiedlich aus. Im vornehmen Savini in der Galleria Vittorio Emanuele zum Beispiel steht in der Karte klipp und klar 10 € pro Person – für zwei Personen sind das plus zwanzig Euro auf der Rechnung, egal wie viel ihr gegessen habt. Verwechsle das Gedeck nicht mit dem Servizio: Das Gedeck ist ein Festbetrag pro Person, das Servizio ein Prozentsatz der Rechnung; beides muss vorher in der Preisliste stehen. Und noch etwas Angenehmes: In Italien müssen Lokale Kartenzahlung akzeptieren – mindestens eine Debit-, eine Kredit- und eine Prepaid-Karte –, „nur bar“ funktioniert hier also nicht.

Der einfachste Weg, diese Aufschläge ganz zu umgehen: Iss an der Theke oder nimm das Essen mit. Das Gedeck wird für die Bedienung am Tisch berechnet – wer sich gar nicht an einen Tisch setzt, zahlt es nicht.

2. Wie du ein günstiges und leckeres Café findest

Ich fange damit an: Im Zentrum solltest du besser kein üppiges Mittagessen aus mehreren Gängen nehmen (wenn du lieber günstig reist), denn der Preis unterscheidet sich stark von Lokalen, die weiter draußen oder ganz am Stadtrand liegen. Sparen kannst du, wenn du kleine Snacks an Orten nimmst, wo viele Einheimische sind. In der Nähe des Castello Sforzesco ist das zum Beispiel der Bahnhof Cadorna – dort gibt es sehr viele leckere und günstige Lokale.

Und zwei Wörter, die dir am meisten Geld sparen. Das erste ist Tavola calda (genau so, nicht „Tavolo“): eine Theke mit fertigen warmen Gerichten hinter Glas. Du zeigst mit dem Finger darauf, zahlst pro Portion oder nach Gewicht und isst im Stehen oder an einem Tischchen. So günstig ist es genau deshalb, weil es keine Bedienung am Tisch gibt – also weder Gedeck noch Serviceaufschlag. Das zweite ist das Menù del giorno, das Tagesmenü: Werktags bewirten die normalen Stadtcafés das Büropublikum, und das ist das beste Preis-Genuss-Verhältnis der Stadt. Damit du die aktuelle Größenordnung kennst: In einem Café im Zentrum kostet der erste Gang 11,50–12,50 €, der zweite 11,50–13,50 €, die Beilage 4,50 €, ein Panini 6 € – und ein Frühstück an der Theke aus Cappuccino und Croissant nur 3,40 €.

Und ein Ort, den ich beim letzten Mal zu Unrecht links liegen gelassen habe: der Mercato Centrale direkt am Hauptbahnhof – Via Sammartini, Ecke Piazza Quattro Novembre, Metro Centrale FS (grüne M2 und gelbe M3). Das ist eine große Markthalle mit Ständen verschiedener Köche: Reservieren musst du nichts, holst dir das Essen an einem beliebigen Stand, setzt dich, wohin du willst, und bestellst die Getränke am Tisch. Geöffnet ist er täglich von 6:30 bis 23:00 Uhr – du isst dort also sowohl vor einem frühen als auch vor einem späten Zug.

Viele, auch günstige Cafés haben ein sehr interessantes Design (dieses Café ist bei Einheimischen beliebt):

Essen in Mailand

Das hier liegt schon ziemlich weit vom Zentrum entfernt; das Restaurant ist für den Abendbesuch gerüstet:

Essen in Mailand

Es kommt oft vor, dass sich ein ganz unscheinbares Lokal als richtig gut entpuppt, mit leckerer Küche (dieses Café liegt im Viertel um den Hauptbahnhof):

Café in Mailand

Hier schmeckt es wirklich sehr gut, und die Preise sind niedrig:

Café in Mailand

Die ganz schlichte, von allen geliebte Pizza „Quattro Formaggi“ war so groß und sättigend, dass ich sie nicht aufessen konnte – so schade:

Café in Mailand

3. Die besten Cafés in Mailand laut Bewertungen

Tatsächlich gibt es viele gute Lokale in Mailand. Jetzt erzähle ich von den beliebtesten Cafés unter Touristen:

  • Kate away – ein sehr gutes Lokal, in dem du wahnsinnig leckeres Gebäck und einen der besten Kaffees der Stadt probieren kannst.
  • Torrefazione Moka Hodeidah (wird genau so geschrieben, mit „h“ am Ende – nach dem jemenitischen Hafen Hodeida; mit einem Tippfehler findest du das Lokal auf der Karte schlicht nicht) – eine alte familiengeführte Rösterei in der Via Piero della Francesca 8. Probiere unbedingt ihr Schokoladengetränk und den Kaffee. Und falls du nicht weißt, welches Souvenir du Kaffeeliebhabern mitbringen sollst: Geh einfach hierhin – ohne Bohnen und Schokolade gehst du garantiert nicht weg!
  • Ca‘ Turati – Via Filippo Turati 26, und die Gäste sind fast ausnahmslos Einheimische. Wenn du ein sättigendes, günstiges Frühstück, leckeren Kaffee und Gebäck willst, bist du hier richtig: Espresso 1,30 €, Cappuccino 1,80 €, Croissant 1,60 €, und das Frühstücksmenü „Milano“ (Cappuccino, Croissant, frisch gepresster Saft und Obstsalat) kostet 9,50 €. Achte nur auf den Wochentag: Geöffnet ist montags bis freitags von 7:00 bis 17:30 Uhr und samstags von 8:00 bis 15:00 Uhr, sonntags geschlossen.
  • Icon Cafè Milano in der Via Losanna 15 – moderate Preise, große Portionen und Küche aus dem Salento: Pucce, Burrata, Stracciatella. Eine eigene Website gibt es nicht; die Öffnungszeiten checkst du also am besten vorher in ihrem Instagram.

4. Wo du das beste Gelato findest

Gelato unterscheidet sich von normalem Eis: Es ist ein sehr beliebtes italienisches Dessert, das aus Kuhmilch mit Früchten, Schokolade oder Nüssen gemacht wird. Im Vergleich zu gewohntem Eis enthält Gelato weniger Milchfett, wird aber sanfter aufgeschlagen – dadurch schmeckt es intensiver und ist cremiger. Diese Art italienischen Eises ist auch außerhalb Italiens ziemlich beliebt: Verkaufsstände mit Gelato gibt es in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland.

So sieht eines der Lokale aus, in denen dieses Dessert verkauft wird:

Café in Mailand

Wo kannst du in Mailand dieses wunderbare Dessert essen?

  • Eine sehr gute Kette ist GROM, und sie ist nicht verschwunden: In Mailand haben sie aktuell zehn Gelaterien, unter anderem am Corso Buenos Aires, am Corso Garibaldi, bei San Babila (Corso Monforte 2) und auf der Piazza Gae Aulenti. Geöffnet sind sie täglich etwa von 11:00 bis 23:30 Uhr – du kannst also auch spät am Abend noch auf ein Gelato vorbeischauen.
  • Gelato Giusto in der Via San Gregorio 17 – hier wird Ungewöhnliches gemacht: Die Sorten wechseln, es gibt Kräuter-Sorten wie Basilikum, aber auch Matcha. Die Liste der Sorten für den jeweiligen Tag steht auf ihrer Website – wenn du auf etwas Bestimmtes aus bist, schau vorher dort rein.
  • Vanilla Gelati Italiani – ein Paradies für Veganer: Das Gelato wird mit Pflanzenmilch statt Kuhmilch gemacht, es gibt Varianten ohne Zucker und ohne Laktose, und sie haben sogar das VeganOK-Zertifikat. Ganz einfach zu finden – Via Pattari 2, praktisch direkt hinter dem Dom, drei Minuten zu Fuß; geöffnet täglich von 10:30 bis 21:30 Uhr. Vegane Kaffeevarianten sind in Mailand übrigens generell beliebt:Essen in Mailand
  • Biancolatte (wird in einem Wort geschrieben) in der Via Turati 30 – hier solltest du die dunkle Schokolade mit Salz nehmen, ein unerwarteter und sehr erwachsener Geschmack. Das ist nicht nur eine Gelateria, sondern auch ein Café mit Frühstück und Konditorei; geöffnet ab 7:30 Uhr an Werktagen und ab 8:30 Uhr am Wochenende, bis 23:00 Uhr.

5. Was du an Essen mit nach Hause nimmst

Kaffee solltest du auf jeden Fall kaufen – Italien ist berühmt für dieses Getränk, und der Kaffee wird großartig sein, darauf kannst du dich verlassen.

  • Italienische Pasta ist ein sehr würdiges, leckeres und praktisches Geschenk – es gibt ganz verschiedene Sorten (mit Tomaten, Basilikum, Spinat). Die beste Pasta wird allerdings gefroren verkauft: Sie ist frisch, nicht getrocknet.
  • Olivenöl – die Qualität ist sehr gut.
  • Wein eignet sich ebenfalls als Geschenk: Es gibt sowohl Sammlerweine als auch ganz preiswerte, und die Qualität stimmt.
  • Schokolade und Pralinen – wahnsinnig lecker, ideal als Geschenk für die Familie oder Kollegen.
  • Käse – eine riesige Auswahl. Nimm am besten vakuumverpackten Käse, damit er die Reise übersteht.

6. Fazit

Mailand ist eine erstaunliche Stadt mit großartigem Essen – hungrig bleibst du hier garantiert nicht.

Übers Essen kann ich sagen: Es ist eindeutig lecker, nicht ganz billig, aber jeden Cent wert! Statt in Restaurants kannst du in kleine Cafés gehen oder Streetfood essen. Der durchschnittliche Betrag fürs Essen liegt bei etwa 30 € pro Person und Tag – und erstaunlicherweise hält sich diese Zahl bis heute. Ich habe sie anhand der aktuellen Karten nachgerechnet: Frühstück an der Theke 3,40 €, Mittagessen mit einem Gericht 11,50–12,50 €, abends ein Aperitivo mit Buffet statt Abendessen 8,50–15 € – schon kommen 24 bis 31 € heraus. Aber das ist genau der Modus, über den ich schreibe; ein richtiges Abendessen im Restaurant passt hier nicht mehr hinein – allein das Gedeck kann schon einen Zehner verschlingen. Und behalte den allgemeinen Hintergrund im Kopf: Mailand ist die teuerste Stadt Italiens – ein und derselbe Warenkorb an Produkten und Dienstleistungen kostet hier fast 40 % mehr als in Neapel. Ich habe weniger ausgegeben: gefrühstückt in der Wohnung, tagsüber in kleinen Cafés gesnackt und den Abend beim Aperitivo verbracht. Mit einem Kind allerdings würde so eine Ernährung nicht funktionieren – tagsüber müsstest du dann nach richtigen Mahlzeiten suchen.

Komm nach Mailand, teile deine Eindrücke und empfiehl neue, unentdeckte Cafés!

Ich selbst habe in Mailand Airbnb genutzt und in einer Wohnung gewohnt – das war deutlich günstiger und bequemer.