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ItalienFlorenz

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Essen in Florenz – was du probieren solltest, Tagesbudget und günstige Cafés

Heute geht es um die Preise fürs Essen in Florenz. Die Küche jeder Region Italiens unterscheidet sich von den anderen, aber manche Essgewohnheiten der Italiener sind auf dem ganzen „Stiefel“ gleich. Wir schauen uns an, was die Italiener essen, wie du günstige Cafés findest und welche beliebten Gerichte du probieren solltest.

Die Toskana ist berühmt für ihre Gemüsegerichte, doch Florenz ist die Heimat des berühmten Florentiner Steaks. Ob sich jemand daran traut, weiß ich nicht – nach dem Originalrezept wird es nur ganz kurz gebraten, also blutig. Es gibt auch traditionellere Gerichte: Pasta, Pizza und natürlich das berühmte Gelato. Was meinst du: Kann man in dieser Touristenstadt überhaupt ein günstiges Café finden, oder muss man dafür ein hübsches Sümmchen hinblättern?

1. Wo du in Florenz essen kannst

Kaffee ist für die Einheimischen kein ein- bis anderthalbstündiges Beisammensitzen am Tisch. Sie kommen kurz herein, trinken einen Fingerhut voll Espresso stehend an der Theke und gehen wieder. Und damit ist der Kaffeegenuss in Italien meist erledigt. Was das aktuell kostet: Nach dem Preismonitoring des Branchenverbands FIPE liegen die Durchschnittspreise in Florenz im Dezember 2025 bei 1,26 € für einen Espresso, 1,49 € für einen Cappuccino und 3,23 € für ein Panini; ein Abendessen in der Pizzeria nach dem Schema „Pizza plus Getränk“ kostet 13,40 €. Das ist der Städteschnitt und kein Versprechen, dass jede Bar am Dom diesen Preis hat. Und behalte das Wichtigste im Kopf: Diese Beträge gelten für Kaffee an der Theke. Setzt du dich an einen Tisch, darf legal ein Servicezuschlag auf die Rechnung kommen – der muss allerdings in der Karte stehen, die du vor der Bestellung bekommst. Mehr dazu weiter unten.

Café an der Basilika Santa Maria Novella. Kaffee und Karottenkuchen für 7,5 € – das ist unsere Rechnung vom November 2018 (nach Mailand kam uns das teuer vor, aber der Kuchen war natürlich lecker):

Essen in Florenz

Und zum Kontrast: winzige Törtchen und Kaffee in einem angesagten Café, ebenfalls 7,5 € und ebenfalls November 2018. Lass uns gleich vereinbaren: Alle Summen auf unseren folgenden Fotos stammen aus derselben Reise, aus dem November, und sind kein aktueller Preisspiegel. Frische Zahlen aus öffentlich einsehbaren Karten setzen wir schriftlich daneben und versehen sie mit einem Datum:

Preise für Essen in Florenz

Dafür hast du aus dem Café einen direkten Blick auf den Dom:

Preise für Essen in Florenz

Mittagessen oder Snack zwischendurch – Pizza, Sandwiches, Salate. In den Supermärkten gibt es frisch abgepackte Salate aus Gemüse oder Obst. Ich habe bei Esselunga Salate mit frischem Lachs und Gurken gekauft: eine kleine Packung mit 200 Gramm, die richtig satt macht. Ich habe viele Büroangestellte gesehen, die aus dem Businesscenter kamen und sich solche Salate holten. Den Preis dieses Salats nenne ich bewusst nicht – er stammt aus dem Jahr 2018, und die Kette legt ihre Regalpreise nicht offen. So funktioniert es: Esselunga hat eine Feinkostabteilung mit fertigen Gerichten und Sushi, du schaust einfach auf das Preisschild auf der Verpackung. Das ist immer noch das günstigste Mittagessen in Florenz, günstiger als jedes Café.

Über Esselunga schreibe ich noch mehr, aber Beeren gab es dort zum Beispiel günstiger als irgendwo sonst (zur Erinnerung: Das sind Preisschilder vom November 2018 – eine aktuelle Preisliste genau dieses Ladens ist öffentlich nicht einsehbar, also betrachte das Foto als Bild, nicht als Taschenrechner):

Preise für Essen in Florenz

Das besondere Gericht von Florenz ist die Bistecca alla fiorentina. Das Steak ist wirklich riesig und wirklich blutig: Wenn der Kellner dich nicht nach dem Gargrad fragt, bist du am richtigen Ort – ein Florentiner Steak muss genau so gebraten sein. Einen einheitlichen Standard „streng zwei Kilogramm und fünf Zentimeter“ gibt es allerdings nicht, und darüber streiten die Italiener selbst. Das Tourismusportal der Toskana beschreibt ein Stück von 3–4 cm Dicke und 1,5–2 kg Gewicht, die Italienische Akademie der Küche dagegen 4–5 cm Dicke bei einem Gewicht von etwa einem Kilogramm (0,8–1,2 kg). Das Lokal darf dir also sowohl eine eineinhalb Kilo schwere Platte als auch ein halb so großes Stück servieren – beides ist „echt“. Was es kostet: In der Trattoria Nerone, von der ich noch erzählen werde, gibt es die Fiorentina im Oktober 2026 für 65 €/kg, aus der Rasse Chianina für 79 €/kg. Rechne gleich mit: Das Steak wird nach Gewicht bestellt und meist für zwei Personen, weil man ein Kilogramm allein nicht schafft. Ehrlich gesagt habe ich mich nicht getraut, ein riesiges, nicht durchgebratenes Steak zu essen, aber wenn du ein großer Fleischliebhaber bist, probiere es unbedingt – die Bewertungen der Steaks sind ausnahmslos positiv!

Interessant ist, dass die Italiener selbst oft ins Restaurant gehen, um Pasta zu essen. Hier ist Pasta mit Soße so etwas wie eine Vorspeise. Danach kommt erst Fleisch oder ein anderes Hauptgericht. Sei aufmerksam: Die Portionen Pasta sind groß!

1.1. Arten von Lokalen in Florenz

In Italien wird oft außer Haus gefrühstückt – das ist aber eine Gewohnheit und kein Gesetz, und längst nicht jeder Einwohner hält sich daran. Zu Hause trinkt man meist eine Tasse Kaffee oder Milch, und selbst das nicht immer. Was du vorab wissen solltest, sind die Zeiten. Das Frühstück in den Bars beginnt etwa um 07:00, das Mittagessen gibt es 12:30–14:30, der Aperitivo läuft ab 18:00 und das Abendessen etwa 19:30–23:00. Um sechs Uhr abends zum Essen aufzutauchen und sich über den leeren Saal zu wundern, ist ein klassischer Touristenfehler: Die Küche arbeitet zu dieser Zeit schlicht noch nicht.

Einer der touristischen Orte, unweit des Ponte Vecchio. Das Preisschild auf dem Foto ist vom November 2018, heute ist es ein anderes; eine frische städtische Orientierung zu Panini und Pizza habe ich oben gegeben:

Preise für Essen in Florenz

Gefrühstückt wird hier generell lieber süß – Kaffee mit einem Croissant oder einem süßen Brötchen (Brioche). Auf die Frage „Wo frühstücken in Florenz?“ antworte ich kurz: in der nächstgelegenen Bar, an der Theke – der Cappuccino kostet dort im Städteschnitt 1,49 € (dasselbe FIPE-Monitoring, Dezember 2025), und für ein Frühstück musst du nicht extra zu einem „berühmten“ Café fahren. Morgens duftet es in allen Cafés herrlich nach frischem Gebäck und Kaffee. Man trinkt den Kaffee sehr stark – so ein Fingerhut voll Espresso. Bestellen solltest du ihn als „un caffè“ – genau so, mit zwei „f“ und Betonung am Ende. Das Wort „Espresso“ brauchst du in der Bar gar nicht auszusprechen: Sagst du „caffè“, bekommst du genau den – das ist der Standardkaffee. Die Preise an der Theke liegen bei 1–1,5 €, und der Durchschnitt für Florenz im Dezember 2025 bestätigt das mit 1,26 €. Übertrage diese Zahl nur nicht auf Cappuccino, Latte und den Platz am Tisch: Das sind schon andere Beträge.

In ganz Florenz gibt es Geschäfte mit Schaufenstern voller Süßigkeiten:

Essen in Florenz

Torrone (Nougat mit Nüssen, Trockenfrüchten und Schokolade) – sehr lecker, du kannst ihn als süßes Souvenir mit nach Hause nehmen:

Preise für Essen in Florenz

Oder Waffeln – ebenfalls ein toller süßer Snack:

Preise für Essen in Florenz

Für Touristen gibt es natürlich eine riesige Auswahl an europäischen und italienischen Gerichten. Überrascht hat mich, dass koreanische, chinesische und japanische Cafés in Florenz sehr beliebt sind. Dort ist es vergleichsweise günstig. Der Grund: In Italien leben sehr viele Chinesen und Koreaner, sie kommen zum Arbeiten, und es gibt auch sehr viele Touristen. An solchen Orten ist es billiger.

Eine weitere Variante sind Streetfood und Baguetterien – Cafés, in denen es nur Sandwiches gibt. Auch bei den Italienern beliebt. Wo sie sind? In der ganzen Stadt!

Es gibt außerdem die Varianten tavola calda und tavola fredda. Geschrieben wird es genau so, mit „a“ am Ende: tavola ist der gedeckte Tisch, tavolo einfach das Möbelstück – das Schild suchst du also in der weiblichen Form. Nach dem Wörterbuch Treccani ist das ein Lokal oder ein Schnellimbiss-Angebot mit warmen und kalten Gerichten – an der Theke oder am Tisch. Ein einheitliches Schema „du zahlst nach Tellergröße“ gibt es hier nicht: Manchmal wird tatsächlich aufs Tablett geladen, manchmal ist es eine ganz normale Theke mit Fertiggerichten und Preis pro Portion. Schau aufs Preisschild – es muss nach toskanischem Recht sichtbar sein, bevor du etwas bestellst.

Abends wird üppiger gegessen – Suppen, Pasta, Fleisch. Am liebsten essen die Italiener zu Hause mit der Familie zu Abend. Aber sie gehen auch gern in die Stadt oder ins Umland, um in ihrem Lieblingsrestaurant zu sitzen.

Die Italiener mögen traditionelle Osterien – kleine, oft familiengeführte Restaurants im traditionellen italienischen Stil. Manche haben nicht einmal eine gedruckte Karte. So ein Ort ist „für Eingeweihte“, aber auch Touristen macht man hier gern satt. Meist ist es günstig, aber sehr lecker. Suchen musst du solche Orte natürlich fernab der Touristenviertel.

Die toskanische Küche zeichnet sich durch viel Gemüse aus. Hier kannst du leckere Gemüsesuppen probieren – Tomatensuppe, Zwiebelsuppe zum Beispiel. Aber die toskanische Küche hat einen Kalender, und vor dem wird selten gewarnt. Ribollita ist ein Gericht der kalten Monate, ihr Geschmack steht und fällt mit dem Kohl cavolo nero, und der ist nach den ersten Frösten wirklich gut. Pappa al pomodoro und Panzanella sind umgekehrt Sommergerichte, sie leben von der Saison reifer Tomaten. Schiacciata alla fiorentina ist Karnevalsgebäck, Pan di ramerino Ostergebäck. Wenn dir also im Juli eine Ribollita serviert wird, ist das kein Betrug, aber auch nicht der Geschmack, für den man sie im Winter isst.

Beliebt sind auch Trattorien, aber sie werden immer „touristischer“. Das ist ungefähr dasselbe wie eine Osteria, ein kleines Restaurant. In der Trattoria findest du mehr Gerichte mit Nudeln und Pizza.

1.2. Preise in den Cafés

Auch wir haben ein paar interessante Orte gefunden. Zum Beispiel ein Café unweit des Palazzo Pitti:

Preise für Essen in Florenz

Und das ist das Preisschild eines angesagten Cafés neben dem Dom (hier gibt es nur Getränke und Süßes):

Cafés in Florenz

Der Eingang zum Café:

Cafés in Florenz

Die Preise in einem kleinen Familienrestaurant – Aufnahme vom November 2018, das Florentiner Steak gab es dort ab 20 € für eine Portion von 500 g. Wie diese Zahl heute aussieht, habe ich oben geschrieben: 65 € pro Kilogramm und mehr. Betrachte das Foto als Postkarte aus der Vergangenheit:

Was man in Florenz essen kann

Ein Restaurant in einem nicht touristischen Viertel:

Was man in Florenz essen kann

In manche Trattorien kommst du nicht einfach so herein, du musst vorab einen Platz reservieren – zum Beispiel in dieser hier (neben dem Bahnhof Santa Maria Novella):

Was man in Florenz essen kann

Die Karte:

Preise in Cafés in Florenz

Unweit des Doms (buchstäblich in 10 Minuten) habe ich ein interessantes Restaurant gefunden – die Trattoria Nerone. Die gute Nachricht: Sie gibt es immer noch, am selben Ort – Via Faenza 95/97R, sieben Tage die Woche. Die offizielle Website nennt die Zeiten 11:30–23:30, eine alte Version derselben Website zeigt immer noch 11:30–23:00 – ein Widerspruch innerhalb einer Domain. Prüfe am Besuchstag also lieber die Zeiten auf der Website, statt dich auf meine Angabe zu verlassen. Drinnen ist es sehr stimmungsvoll:

Was man in Florenz essen kann

Drinnen hat es mir sehr gut gefallen:

Was man in Florenz essen kann

Interessante Einrichtungsdetails:

Was man in Florenz essen kann

Das Risotto mit Meeresfrüchten ist zartschmelzend (das letzte Mal so leckere Meeresfrüchte habe ich in Thailand gegessen):

Was man in Florenz essen kann

Die Karte auf dem Foto ist vom November 2018, und hier ist dieselbe Karte im Oktober 2026: Espresso 2 €, Cappuccino und Caffè Latte 3,50 €, Suppe 10 €, Pasta 11–18 €, Pizza 10–14 €, Fiorentina 65 €/kg, aus Chianina 79 €/kg. Das ist ein Restaurant zehn Minuten vom Dom entfernt, also buchstäblich mitten im Touristenzentrum – nimm es als Kontrollpunkt, mit dem du alles andere vergleichen kannst:

Preise in Cafés in Florenz

Und hier zum Beispiel die Preise in einem kleinen Café:

Preise in Cafés in Florenz

Pizza:

Preise in Cafés in Florenz

2. Wie du ein günstiges und leckeres Café findest

Ich empfehle einen Spaziergang auf die andere Seite des Arno, in Richtung Palazzo Pitti. Such dort nach Cafés und Restaurants – weniger Touristenorte, mehr Lokale für Einheimische. Sie sehen auch viel schlichter aus: keine Schilder und Karten in allen Sprachen.

Zum Tipp „such ein Lokal ohne englische Karte“ sage ich ehrlich: Er funktioniert längst fast nicht mehr, englische Karten drucken heute auch ganz normale Viertel-Lokale. Statt nach Merkmalen zu suchen, behalte vier Dinge im Kopf, die man dir in der Toskana schuldet – sie stehen im Regionalgesetz, und du kannst dich gelassen darauf berufen.
Erstens: Die Preise fürs Essen müssen von außen lesbar sein, bevor du hineingehst und dich setzt. Kein Preisschild am Eingang – das ist schon ein Signal.
Zweitens: Bei Bedienung am Tisch muss dir die Karte vor der Bestellung gegeben werden, nicht danach.
Drittens: Der Servicezuschlag muss in dieser Karte stehen. Das berühmte coperto – die Gebühr für Gedeck, Brot und Platz – ist in Italien legal, das ist keine Abzocke; illegal ist es, wenn nicht vorher davor gewarnt wurde. Siehst du in der Rechnung eine Position, die nicht in der Karte stand, darfst du sie beanstanden.
Viertens: Händler und Restaurants müssen mindestens eine Bankkarte akzeptieren, Strafen bei Weigerung gelten seit dem 30. Juni 2022, und „bei so einer kleinen Rechnung nur bar“ ist ein Verstoß. Bargeld solltest du trotzdem dabei haben: Technik fällt aus, und mitten im Essen zu streiten will niemand.

Wenn du dich vom Zentrum entfernst, landest du in einem ganz anderen Florenz. Zum Beispiel in Richtung Via Pisana. Dort gibt es ein ganz normales Wohnviertel, normale Cafés und denselben leckeren Kaffee und dieselben Sandwiches, nur ohne Touristenschlange. Vom Bahnhof Santa Maria Novella kommst du dort bequem mit den Bussen 6 und 13 hin – beide fahren zur Pisana, die Sechs weiter, bis zu den Haltestellen Pisana Villa Strozzi und Pisana Monticelli. Eine genaue Fahrzeit nenne ich nicht: Die Via Pisana ist eine lange Straße und kein einzelner Punkt, und der Verkehrsbetrieb hat getrennte Winter- und Sommerfahrpläne – schau dir die Zeit also am Fahrtag an. Das Stadtticket kostet seit dem 1. August 2026 2 € und gilt in Straßenbahnen, Stadtbussen und einem Teil der Regionalzüge innerhalb der Agglomeration; vor der Preiserhöhung gekaufte Tickets kannst du noch bis zum 31. Januar 2027 nutzen. Einen großen Supermarkt gibt es dort auch: Esselunga in der Via Pisana 130/132, Mo–Sa 07:30–21:00, So 08:00–14:00; ein großer Coop liegt etwas weiter, im Einkaufszentrum Ponte a Greve, Viuzzo delle Case Nuove 9/10, Mo–Sa 08:00–21:00, So 08:00–13:30. Ein Unterschied zum Zentrum beim Geld ist vorhanden, und ein spürbarer. Ein Vielfaches nenne ich dir allerdings in keiner Form: Vergleichbare Karten desselben Formats im Zentrum und an der Pisana gibt es schlicht nicht, und jede hübsche Zahl müsste ich erfinden.

Eine weitere Möglichkeit: Frag einen Guide während einer Stadtführung. Und halte unterwegs gleich Ausschau danach, wo du in Florenz essen kannst.

McDonald’s-Fans werden auch hier fündig, aber ich finde es langweilig, in Italien Burger und Pommes zu essen. Die einheimischen Gerichte sind günstiger und viel leckerer.

Ein Stück Pizza in einer echten Familien-Pizzeria (hinter dem Palazzo Pitti) – die leckerste Pizza meines Lebens:

Was man in Florenz essen kann

Es gibt immer eine Möglichkeit, ein gutes, günstiges Café zu finden: Frag die Einheimischen. Wenn du in einem Hotel wohnst, frag an der Rezeption. Dort empfiehlt man dir bestimmt etwas. Günstige Restaurants gibt es auch im Zentrum, aber ohne Hinweis sind sie nicht so leicht zu finden.

Traditionelle Delikatessen kannst du auch bei einer kulinarischen Tour durch die Stadt probieren. Ein Guide bringt dich in Cafés, in denen alte florentinische Snacks serviert werden.

Noch eine Idee: In jedem Geschäft gibt es einheimischen Aufschnitt, Prosciutto und Käse. Du kannst bitten, dir von jeder Delikatesse buchstäblich drei Scheibchen abzuschneiden – die Verkäufer sind das gewohnt und wundern sich nicht. Dazu Brot, Saft oder Joghurt – fertig ist das Mittagessen für zwei. Eine konkrete Summe nenne ich nicht: Sie hängt davon ab, was du in die Tüte packst, aber es ist zuverlässig die günstigste Art, in der Stadt zu Mittag zu essen.

Übrigens zum berühmten Verbot, auf der Straße zu essen – eben jenem, wegen dessen Florenz als Stadt des „Anti-Panini-Gesetzes“ bezeichnet wurde. Ich hatte auch im Reiseführer davon gelesen und nicht verstanden, warum dabei das ganze Zentrum seelenruhig beim Gehen isst. Wir haben es aufgeklärt: Die Verordnung gab es wirklich, aber sie hat das Essen nie „im ganzen Zentrum“ verboten. Sie betraf vier konkrete Orte – die Via de’ Neri, den Piazzale degli Uffizi, die Piazza del Grano und die Via della Ninna –, galt nur in den Stunden 12:00–15:00 und 18:00–22:00, und das Bußgeld betrug 150–500 € (167 € bei Zahlung innerhalb von 60 Tagen). Und das Wichtigste: Ihre Gültigkeit lief am 6. Januar 2019 ab. Ein neueres dauerhaftes Verbot, im ganzen Zentrum auf der Straße zu essen, gibt es in offiziellen Quellen nicht. Ein Panini auf den Treppenstufen ist also erlaubt. Aber denk daran: Einzelne zeitlich befristete Beschränkungen für einen bestimmten Platz, für Alkohol oder fürs „Sitzen auf Stufen“ erlässt die Stadt regelmäßig, und die Schilder vor Ort haben immer Vorrang vor jedem Artikel.

Hier kannst du Panini kaufen oder einfach Prosciutto nach Gewicht:

Preise in Cafés in Florenz

Ich empfehle außerdem einen Blick auf den Zentralmarkt. Der Eintritt ist frei, du zahlst nur für Einkäufe und Essen. Aber es gibt ein wichtiges Detail, auf das fast alle hereinfallen: In einem Gebäude leben zwei verschiedene Märkte mit unterschiedlichen Zeiten. Unten der Lebensmittelmarkt – Fleisch, Käse, Gemüse; er öffnet morgens und schließt etwa zur Tagesmitte, sonn- und feiertags bleibt er ganz zu. Oben eine Food Hall mit fertigem Essen – sie hat deutlich länger geöffnet und fast keine Ruhetage. Die genauen Zeiten gebe ich bewusst nicht an: Bei der Stadtverwaltung und beim Marktbetreiber selbst weichen sie derzeit voneinander ab, also prüfe sie vor dem Losgehen. Oben bestellst und zahlst du an jedem Stand einzeln, und die gemeinsamen Tische sind in erster Linie für diejenigen, die etwas gekauft haben. Wenn dir der Zentralmarkt zu laut und zu touristisch ist, gibt es eine zweite Variante – den Markt Sant’Ambrogio östlich von Santa Croce: Er ist kleiner, ein Stadtteilmarkt, dort kannst du ebenfalls essen, und es gibt um ein Vielfaches weniger Touristen.

So etwas wie eine einheimische Kantine, unweit des Zentralmarkts:

Preise in Cafés in Florenz

3. Die besten Lokale in Florenz laut Bewertungen

Ich fange mit dem an, was du in Florenz auf keinen Fall verpassen solltest: Lampredotto. Das ist der echte florentinische Fastfood – Labmagen vom Rind, in Brühe geschmort, in einem runden Brötchen (semelle), mit grüner Soße oder scharf. Verkauft wird er von Wagen und aus Fenstern – ein Lokal dieses Formats heißt lampredottaio. Davor steht eine Schlange von Menschen in Arbeitskleidung, gegessen wird stehend, in ein paar Minuten. Das ist keine „Exotik für Mutige“, sondern ein ganz normales Mittagessen der Stadt, das die Florentiner seit Jahrzehnten essen.

Neben dem Lampredotto behalte auch die restliche kurze Liste dessen im Kopf, was das städtische Portal selbst als typisch für die Stadt nennt: Crostini mit Hühnerleber, Ribollita, Pappa al pomodoro, Panzanella und Fagioli all’uccelletto. Und die Formate, in denen die Einheimischen all das suchen, sind nicht Restaurants mit Gerichtefotos am Eingang, sondern Lampredottai, die Weinläden Vinai und die Osterien. Wenn du es in einem Satz willst: Geh dorthin, wo stehend und schnell gegessen wird.

Und noch ein Tipp: In vielen Cafés gibt es ein Tagesmenü, ein Komplettessen zum Festpreis; auf dem Foto unten ist so ein Menü, November 2018, den Preis schaust du dir vor Ort an. Aber merk dir die Regel, sie ist nützlicher als jede Zahl: Ist der Preis des Menüs als fest angegeben, dürfen nach toskanischem Recht weder ein coperto noch ein Servicezuschlag obendrauf kommen, und Getränke, die nicht zum Menü gehören, müssen gesondert ausgewiesen sein. Das Tagesmenü ist also auch die Variante mit der vorhersehbarsten Rechnung:

Preise für Essen in Florenz

Außerdem empfehlen Reisende ein Café im Viertel Oltrarno – Amici di Ponte Vecchio in der Via de’ Bardi. Es ist geöffnet, und das ist eine gute Nachricht. Beim Geld sieht es heute so aus: In der offiziellen Karte im September 2026 kostet der hauseigene Covaccino Number One 9 €, die Sorten Summer und The Magic jeweils 9,50 €, Gourmet 9,90 €. Das ist der Preis für ein Sandwich, nicht für ein ganzes Essen für zwei, wie man nach alten Bewertungen denken könnte.

Und hier noch eine Pizzeria unweit des Palazzo Pitti, das Schild ist mit einem Tripadvisor-Zeichen versehen:

Was man in Florenz essen kann

Der traditionelle florentinische Fastfood-Laden Tripperia Pollini – Via dei Macci 126, das liegt zwischen dem Markt Sant’Ambrogio und Santa Croce. Der Name spricht für sich: Trippa sind Kutteln, und genau die und Lampredotto gibt es hier – Burger, Pasta und Pizza werden dort nicht serviert. Der Laden ist nach frischen Bewertungen zu urteilen in Betrieb, aber es gibt weder eine offizielle Karte mit Preisen noch verlässliche Öffnungszeiten – die Verzeichnisse sind sich untereinander nicht einmal einig, welcher Tag der Ruhetag ist. Deshalb nenne ich keine Rechnungssumme, und ich empfehle, in der ersten Tageshälfte hinzugehen: Solche Fenster machen früh zu, wenn die Kutteln aus sind.

Im Restaurant Trattoria I Fratellini in der Via Ghibellina 27, neben Santa Croce, probierst du alle besten Gerichte von Florenz. Es ist geöffnet, aber preislich ist es nicht mehr die bescheidene Trattoria von früher: Im September 2026 ist die durchschnittliche Rechnung mit 40 € angegeben, Degustationsmenüs kosten 45–80 €. Einzelne Positionen sind dabei durchaus human: Pappa al pomodoro 12 €, Trippa 14 €. Du kannst hier also zu Abend essen, ohne dich zu ruinieren – wenn du weder das Degustationsmenü noch die Fiorentina nimmst.

4. Wo du das beste Gelato findest

Hier ist es wichtig, nicht an einen „kommerziellen“ Ort zu geraten – dort gibt es kein echtes Gelato, sondern gewöhnliches unnatürliches Eis mit einer Menge Farbstoffe statt natürlicher Zutaten. Leider gibt es viele solcher Orte (achte auf die Zahl der Besucher!).

Und hier ist es – das Gelato:

Gelato in Florenz

Das leckerste Eis gab es unweit der Brücke Ponte alle Grazie (am rechten Ufer des Arno) – der Geschmack war einfach unwirklich. Den Preis pro Kugel von jener Reise nenne ich absichtlich nicht: Es war der November 2018, und den Namen der Gelateria haben wir leider nicht notiert – es gibt schlicht nichts, womit man den heutigen Preis prüfen könnte. Die Orientierung bleibt dieselbe wie damals: Schau, ob sich vor dem Fenster eine Schlange von Einheimischen staut:

Was man in Florenz essen kann

So sieht eine Gelateria von innen aus:

Was man in Florenz essen kann

Außerdem kann ich das Café Venchi empfehlen – zwar eine Kette, aber ein sehr guter Ort, an dem du Dutzende Eissorten probieren kannst. Filialen gibt es in der ganzen Stadt, im Zentrum, sogar am Hauptbahnhof. Ein Qualitätsmerkmal des Eises ist immer die lange Schlange.

Drinnen ist es sehr hübsch:

Eis in Florenz

Ein echter Wasserfall aus Schokolade, es duftet herrlich nach Schokolade; selbst wenn du an dieser Gelateria vorbeigehst, willst du immer hinein, so ein leckeres Aroma:

Eis in Florenz

Allein vom Schokoladeneis gibt es hier etwa zehn Sorten, kannst du dir das vorstellen?

Eis in Florenz

Ich habe drei Sorten Schokoladeneis genommen, im Waffelbecher wäre es teurer gewesen. Die Summe schreibe ich wieder nicht – dieser Preis stammt aus dem November 2018, und einen frischen offiziellen Preis für Gelato legt die Kette nicht offen. Bestätigt hat sich dagegen etwas anderes: Die Filiale am Bahnhof gibt es tatsächlich immer noch – Venchi Firenze Stazione Santa Maria Novella steht in der aktuellen Filialliste der Kette – also bekommst du dein Eis vor der Zugfahrt:

Eis in Florenz

Generell gilt: Je länger die Schlange, desto leckerer. So kannst du dich auch orientieren. Am besten aber fragst du die Einheimischen, wo es ein gutes Gelato gibt.

5. Was du an Essen für zu Hause kaufen kannst

Ich empfehle, dir die einheimischen Weine anzusehen – im Supermarkt liegt ein durchaus ordentlicher Toskaner deutlich unter dem, was die Restaurantkarte vermuten lässt. Eine konkrete Summe nenne ich nicht, die ist an jedem Regal eine andere.

Harte Käsesorten kannst du auf dem Zentralmarkt in Florenz kaufen – bitte darum, sie vakuumzuverpacken. Dort probierst du auch die verschiedensten Käsesorten, viele davon weich, aber Weichkäse lässt sich schlecht mit nach Hause nehmen.

Florenz ist für das „Florentiner Steak“ bekannt, und das nicht umsonst. Fleischdelikatessen, Würste, Aufschnitt, Prosciutto – all das kannst du gut in den einheimischen Geschäften oder auf dem Markt kaufen. Informier dich vor dem Abflug über die aktuellen Regeln, sie ändern sich.

Schau dir Olivenöl (und nicht nur das) mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen an – es gibt sowohl die Literflasche als auch Sets kleiner Öle, geradezu zum Probieren. Ein gutes Souvenir, aber denk daran: Öl und Wein sind für den Flughafen Flüssigkeiten. Im Handgepäck aus der EU darf jeder Behälter nicht mehr als 100 ml fassen, und alle müssen in einen durchsichtigen Beutel bis zu einem Liter passen. Die große Flasche reist nur im Aufgabegepäck – oder wird im Duty Free hinter der Kontrolle gekauft, versiegelt und mit Kassenbon. Die Sets mit winzigen Fläschchen „zum Probieren“ werden übrigens auch einzeln gezählt, nicht als Set.

Natürlich verschiedene Nudeln – in unterschiedlichen Farben, Formen und für unterschiedliche Zwecke. Achte darauf: Hier ist es wichtig, die Verpackung zu wählen. In ganz weichen Packungen zerbrechen sie beim Transport einfach.

Hier ist die Pasta als Souvenir:

Preise für Essen in Florenz

Oft triffst du auf leckere Bonbons und Schokolade. In Florenz gibt es Lindt-Geschäfte, in denen die Bonbons nach Gewicht verkauft werden. Alles ist sehr frisch. Außerdem empfehle ich, bei Venchi nach Schokolade und originellen Bonbons zu suchen – dort, wo es auch das leckere Eis gibt.

Süßigkeiten als Geschenk:

Cafés in Florenz

Souvenirs aus Schokolade – es ist eine lustige Idee, jemandem einen Schuh oder eine Handtasche aus Schokolade zu schenken:

Was man in Florenz essen kann

Die Schokoladentrüffel sind einfach grandios:

Cafés in Florenz

Viele Varianten süßer Geschenke:

Was man in Florenz essen kann

Manche sind schon portionsweise verpackt – praktisch für die Heimreise:

Was man in Florenz essen kann

6. Fazit

Florenz ist deutlich teurer als zum Beispiel Mailand, die Stadt ist sehr touristisch. Günstige Cafés musst du fernab der Sehenswürdigkeiten suchen, aber das ist nicht so einfach. Das Essen in Florenz ist praktisch überall lecker.

In Florenz gibt es Essenslieferung, und wenn du eine Wohnung mietest, ist das praktisch: Ich hatte ein Zimmer gemietet, und die Vermieterin hat einmal riesige Sandwiches bestellt – so eines schaffst du auf einmal gar nicht. Den Preis dieser Bestellung nenne ich nicht, das war der November 2018 und eine fremde Rechnung; schau dir die aktuellen Angebote in der Liefer-App selbst an.

Wenn du eine Wohnung mietest, schau außerdem, welche Supermärkte in der Nähe sind – Esselunga, COOP.

Ein Beispiel zum Kaffee im Zentrum. Der gängige Spruch, dass es dort keinen Cappuccino unter fünf Euro gibt, scheitert an der ganz gewöhnlichen Karte eines Lokals im Zentrum: In eben jener Trattoria Nerone, zehn Minuten vom Dom, kosten Cappuccino und Caffè Latte im Oktober 2026 3,50 €, und der Durchschnittspreis für Cappuccino in Florenz liegt im Dezember 2025 bei 1,49 €. Die teuren Orte sind nicht verschwunden, aber eine zweistellige Rechnung für eine Tasse – das betrifft eine ganz konkrete Terrasse mit Postkartenblick, nicht „das Zentrum“ schlechthin. Und zum Kaffee an der Pisana – auch hier nenne ich kein Vielfaches: Belegen lässt es sich nicht, synchron erhobene Karten desselben Formats im Zentrum und an der Pisana gibt es nicht, und die Pisana selbst ist eine lange Straße, an deren beiden Enden auch die Preise unterschiedlich sind.

Bei Esselunga gibt es fertige Salate, Sandwiches, Sushi, fertige Pizza und Obstsalate – alles abgepackt und frisch, in der Feinkostabteilung. Die Preise aus meiner Reise wiederhole ich hier nicht: Sie sind vom November 2018, und die Kette legt ihre Regalpreise nicht offen, also ist es ehrlicher, vor Ort aufs Preisschild zu schauen. Aufgebaut ist das in jedem Laden der Kette gleich: Kühltheke mit Fertigem, der Preis klebt auf der Verpackung, eine Mikrowelle an der Kasse ist nicht nötig – man isst es kalt. Der Laden in der Via Pisana 130/132 hat Mo–Sa 07:30–21:00 geöffnet, am Sonntag bis 14:00 – der Sonntagabend ist hier überhaupt eine Schwachstelle, plane also vorher.

Und ehrlich zum Tagesbudget. 20–30 € pro Person und Tag sind in Florenz immer noch realistisch – aber das ist genau das Sparszenario: Supermarkt plus ein günstiger Straßensnack oder ein Stück Pizza. Sobald ein richtiger Restaurantbesuch pro Tag dazukommt, ist dieses Geld aufgebraucht: Pizza mit Cappuccino bei Nerone sind schon 13,50–17,50 €, und die durchschnittliche Rechnung in der Trattoria I Fratellini ist mit 40 € angegeben. Das ist eine Rechnung nach öffentlich einsehbaren Karten im September 2026 und keine amtliche Statistik, aber die Größenordnung zeigt sie richtig: Zwei Restaurant-Abendessen pro Woche – und das Budget ist schon ein anderes.

Und je weiter vom Zentrum weg, desto mehr Cafés für Einheimische gibt es. Der Nachteil allerdings: Dort wird oft kein Englisch gesprochen. Wobei es für die Italiener kein Problem ist, sich mit Händen und Füßen zu verständigen.

Wenn du schon in Florenz warst und interessante, günstige Cafés und Restaurants gefunden hast – schreib uns davon in den Kommentaren! Isst du lieber in Cafés oder magst du schnelle Streetfood-Varianten? Probierst du nationale Gerichte oder experimentierst du nicht gern?

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Ich habe in Florenz übrigens Airbnb genutzt und in einer Wohnung (einem Zimmer) gewohnt – das war deutlich günstiger und praktischer. Wenn du ebenfalls eher eine Wohnung als ein Hotel willst, ist das eine gute Alternative.