Womit kann jedes (auch das ärmste) exotische Land punkten? Natürlich mit unglaublich leckeren tropischen Früchten! Glaub mir: So etwas bekommst du zu Hause für kein Geld der Welt – denn was man bei uns kaufen kann, hat geschmacklich mit wirklich reifen thailändischen Früchten absolut nichts zu tun.
Heute gibt es einen besonders „leckeren“ Beitrag. Lernen wir die Früchte Thailands kennen: Fotos mit Namen, Beschreibungen und ungefähren Preisen. Nicht auf leeren Magen lesen!
Zu den Preisen in diesem Artikel: Wir haben sie auf unseren Reisen gesammelt, es sind Preise aus den Jahren 2015–2018. Seitdem haben sie sich verändert – allerdings anders, als man denken würde. Am Ende des Artikels findest du die aktuellen Preise für 2026, einen Saisonkalender nach Regionen und die Ausfuhrregeln – dort klären wir auch den Mythos von den „elf verbotenen Ausfuhrfrüchten“ auf.
1. Vertraute Früchte
1.1. Ananas
Die Ananas ist eine der beliebtesten Früchte der Welt – und selbst bei uns längst keine Exotin mehr. Aber in Thailand haben die lustig aussehenden Früchte einen ganz anderen, unvergleichlichen Geschmack!
Wie gesund ist die Ananas? Sie verdünnt das Blut, spaltet Fette, schwemmt überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper und senkt den Blutdruck. Und ein Glas Ananassaft vertreibt blitzschnell die Übelkeit nach einem üppigen Festmahl oder im Flugzeug.

Thailand bietet Touristen mehrere Ananassorten. Am beliebtesten ist die klassische Tard Sri Thong, auch Phuket Pineapple genannt. Ihre länglichen Früchte erkennst du leicht an der Schale – sie sind leuchtend gelb und sehr stachelig. Und das saftsüße Fruchtfleisch erinnert in der Konsistenz an Sauerkraut.
Schwangere dürfen keine Ananas essen – sie kann eine Fehlgeburt auslösen.
Ananas wächst übrigens sehr ungewöhnlich – im Gras.
Preis: 20–30 Baht pro Stück.
Ganz kleine Ananas gibt es schon für 10 Baht, wir haben aber meist die geschälte, geschnittene Ananas für 20–30 Baht pro Tüte gekauft:

1.2. Banane
Bananen wachsen in Thailand wie Unkraut und kosten fast nichts.
Bananenstauden im Hof:

Übrigens werden nicht nur die Bananen selbst gegessen, sondern auch ihre Blüten:

Du denkst, es ist albern, Geld für etwas auszugeben, das es auch zu Hause gibt? Ha! Ich verspreche dir: Nach den thailändischen Bananen wirst du die heimischen noch sehr lange nicht anrühren (mir ging es jedenfalls so – ich musste mich lange wieder an die Bananen gewöhnen, die bei uns verkauft werden).
Es gibt hier Dutzende Sorten, und alle sind WAHNSINNIG lecker! Am besten gefielen mir die kurzen, dicken Bännchen mit leuchtend gelbem, saftigem Fruchtfleisch und intensivem Aroma. Ihre Konsistenz hat nichts mit gewöhnlichen Bananen zu tun – eher wie eine Creme, man könnte sie löffeln. Leider konnte ich diese Sorte nur ein einziges Mal in Cha-am probieren.
Du glaubst, Bananen isst man nur roh und in Desserts? Irrtum! Sie werden auch gegrillt, wie Maiskolben:

Dank ihrer einzigartigen Zusammensetzung (jede Menge Vitamine und Spurenelemente) sollen Bananen die Gehirnaktivität anregen und die Ausschüttung des Glückshormons auslösen!
Preis: 20–40 Baht pro Staude.
1.3. Granatapfel
Die Granatapfel-Saison in Thailand dauert von August bis Oktober. Granatapfelbäume wachsen hier überall: entlang der Straßen und neben Häusern und Parkplätzen.

Mir schienen die usbekischen und türkischen Granatäpfel, die man bei uns bekommt, ehrlich gesagt leckerer als die aus Thailand. Aber vielleicht hatten wir auch einfach Pech. Der Granatapfelsaft dagegen ist köstlich! Ohne Zucker, Konservierungs- und Farbstoffe. In Bangkok wird er im chinesischen Viertel praktisch das ganze Jahr über verkauft.
Der Granatapfel ist perfekt für Entlastungstage und für Vegetarier ein Muss (er kann Fleisch in vielen Komponenten ersetzen). Und die kleinen säuerlich-süßen Kernchen (übrigens sind Früchte mit großen Kernen am süßesten) wirken antiseptisch und blutbildend.
1.4. Wassermelone
Thailändische Wassermelonen sind ein Genuss und immer sehr süß! Die beliebtesten Sorten sind kleine Melonen von 2–4 kg mit dunkler Schale und rotem Fruchtfleisch sowie Melonen mit hellgrün gestreifter Schale und … gelbem Fruchtfleisch. Gelbe Wassermelonen sehen sehr ungewöhnlich aus! Geschmacklich sind sie einfach süß, ohne den typischen Wassermelonen-Nachgeschmack.

Sowohl rote als auch gelbe Melonen sind reich an den Vitaminen C und A. Die Wassermelone – botanisch gesehen eine Beere – wird erfolgreich zur Behandlung von Leber- und Nierenerkrankungen eingesetzt (allerdings müssen die Früchte dafür Spitzenqualität haben), bei Herzfehlern und sogar … bei männlicher Unfruchtbarkeit!
Preis: ab 20 Baht pro kg (oder pro Tüte geschälter Melone).
2. Exotische Früchte
2.1. Drachenfrucht
Die Drachenfrucht wird auch Pitahaya oder Pitaya genannt. In Thailand gibt es sie in zwei Varianten: mit leuchtend bordeauxrotem und mit weißem Fruchtfleisch.

Ehrlich gesagt ist das Aussehen des „Drachenherzens“ viel spektakulärer als sein Geschmack. Zunächst kam er mir völlig fade vor. Doch nach ein paar Monaten, in denen ich alle möglichen Früchte probiert hatte, blieb die Drachenfrucht unter den Favoriten: Sie löscht in der Hitze hervorragend den Durst und eignet sich als leichtes Frühstück oder Snack – sie ist nicht so aufdringlich süß wie viele andere Früchte und wird mit der Zeit nicht langweilig. Du kannst eine Drachenfrucht mit an den Strand nehmen und sie dort direkt auslöffeln! Das Fruchtfleisch lässt sich sehr bequem essen, wenn man die Frucht halbiert:

Mit allen tropischen Früchten harmoniert die Pitahaya einfach großartig! Ihre hohe Konzentration an Vitamin C, Phosphor, Eisen und Kalzium hilft unseren Knochen und Zähnen, gesund und stark zu bleiben.
Preis: 55–70 Baht pro kg.
2.2. Jackfrucht
Die größte Frucht der Welt (sie kann bis zu 30 kg wiegen) wird in Thailand in der Regel schon geschält und zerteilt verkauft. Zwischen den „Segmenten“ der Jackfrucht steckt außerdem klebriger Latex, der sich nur mit Pflanzenöl abwaschen lässt.
So wächst sie:

In jedem Segment der Jackfrucht (davon gibt es pro Frucht 100 bis 500) steckt ein großer Kern. Die Thais sammeln diese Kerne und braten sie wie Pommes frites.
Die Jackfrucht duftet sehr intensiv und schmeckt nach Kaugummi, Melone und Fruchtgummi zugleich. Interessant: Die Konsistenz der Frucht kann ganz unterschiedlich sein – knackig, gummiartig oder zäh. Der Geschmack der Jackfrucht ist Geschmackssache – ich bin zum Beispiel nicht besonders begeistert, Vladimir dagegen liebt sie einfach.
So sehen die geschälten Jackfrucht-Stücke aus (links):

Das Fruchtfleisch der Jackfrucht enthält sehr viel Kalium und Vitamin A. Die Frucht ist kalorienarm, aber recht sättigend. In einigen asiatischen Ländern wird sie deshalb sogar „Brot für die Armen“ genannt.
Preis: 50–120 Baht pro kg.
2.3. Litschi
Die saftigen, beerenartigen Früchtchen schmecken wie ein Mix aus Johannisbeere und Erdbeere. Litschis wachsen in Thailand, Vietnam, China und Kambodscha. Doch die thailändischen Litschis (ihre Saison fällt auf Mai–Juni) gelten als die leckersten!
Die kleinen Kugeln wachsen in Trauben, ähnlich wie Weintrauben. Sie haben eine dünne, rote, zarte Schale (lässt sich leicht mit den Fingern schälen), megasaftiges, süßes, durchscheinendes Fruchtfleisch (wie eine feste Weintraube) und einen harten Kern in der Mitte. Von allen ähnlichen „geleeartigen“ Früchten (Longan, Rambutan) hat mir die Litschi am besten geschmeckt – so saftig und süß mit einer leichten Säure. Schade, dass die Litschi-Saison so kurz ist und es sie außerhalb der Saison nicht einmal zu überhöhten Preisen gibt. Zu kaufen gibt es nur Litschis aus der Dose (die gibt es auch bei uns), aber sie schmecken völlig anders.

In Südostasien sind Litschis für ihre tonisierende Wirkung bekannt. Sie stellen die Kräfte hervorragend wieder her und wirken sogar leicht „verjüngend“ (dank Antioxidantien und Vitaminen).
Preis: 20–80 Baht pro kg.
2.4. Guave
Man sagt, eine reife, weiche Guave schmecke wie eine Mischung aus Himbeere und Erdbeere. In Thailand wird diese Frucht aber meist unreif (hart) mit Gewürzen gegessen (ja, die Thais lieben Früchte aus irgendeinem Grund mit scharfer roter Chilischote!). Dafür gibt es die Guave hier das ganze Jahr über. Mir sind zwei Sorten begegnet: mit rosa und mit weißem Fruchtfleisch.

Der Geschmack erinnerte mich an eine Birne mit leichtem Erdbeeraroma. Der Saft der Guave schmeckt definitiv besser als die Frucht selbst. Allerdings nur frisch gepresster Saft – der Geschmack der Säfte aus dem Tetra Pak erinnert nicht einmal entfernt an frische Früchte.
Übrigens stecken in jeder Sorte dieser Frucht viele kleine, sehr harte Kerne. Im Prinzip kann man die Guave essen wie unsere Äpfel und Birnen, doch die steinharten Kernchen zwingen dazu, vorsichtig zu beißen und zu kauen.
Der Nutzen der Guave liegt in ihren krampflösenden, bakteriziden, adstringierenden und antimikrobiellen Eigenschaften. Die Frucht normalisiert den Blutdruck, regt die Herzarbeit an, verbessert die Verdauung und ist sehr gut für stillende Mütter und Säuglinge. Sie enthält Kalium, Jod, Selen, Eisen und B-Vitamine.
Preis: ab 10 Baht pro Stück.
2.5. Pomelo
Meiner Meinung nach schmeckt die Pomelo wie eine Grapefruit in der „verbesserten“ Version: weniger Bitterkeit, mehr Süße. Man erkennt sie an der dicken gelben oder grünen Schale. Und innen können die Segmente ganz unterschiedlich aussehen: weiß, rosa, gelb oder grün.

Die Antioxidantien in der Pomelo bekämpfen erfolgreich die Entwicklung von Krebszellen, Kalium unterstützt das Herz und Vitamin C das Immunsystem.
Praktisch: Man kann die Frucht gleich geschält von Schale und Häutchen kaufen – unter den Zitrusfrüchten ist die Pomelo mein Liebling geworden.
Preis: 50–80 Baht pro kg (oder 40 Baht für eine geschälte Frucht).
2.6. Longan
Aus dem Thailändischen übersetzt heißt Longan „Drachenauge“. Unter der dünnen Schale kommt ein rosafarbenes oder weißes „Augapfel“-Fruchtfleisch mit einem Kern – der „Pupille“ – zum Vorschein. Der Longan wächst in Trauben und schmeckt wie Weintraube mit einer Moschus-Note.

Eine einzelne Longan-Beere ist eine hellbraune Kugel von der Größe einer Walnuss. Die Schale dieser Frucht ist dünn und hart, lässt sich aber recht leicht schälen – sie platzt beim Anbeißen.
Der Longan tonisiert gut und stellt die Kräfte wieder her. Übrigens: Wenn du eine ganze Traube Longan kaufst, lässt dich der Verkäufer höchstwahrscheinlich eine Beere probieren. Mir hat der Longan überhaupt nicht geschmeckt – zu süßlich. Dafür gibt es ihn das ganze Jahr über.
Preis: ab 20 Baht pro kg.
2.7. Karambola
Die Karambola wird wegen ihrer ungewöhnlichen Form Sternfrucht genannt. Beim Aufschneiden entstehen hübsche Sternchen, mit denen man das Dessertbuffet dekoriert.
Hier ist sie, rechts in der Mitte:

Leider ist der Geschmack der Karambola bei Weitem nicht so strahlend wie ihr Aussehen. Das Fruchtfleisch ist saftig, mit Säure, aber vollkommen unspektakulär.
Die Karambola enthält eine riesige Menge Oxalsäure! Sie soll ein hervorragendes Mittel gegen Kater sein. In Thailand wird die Frucht von Oktober bis Dezember verkauft. Ihre nächste Verwandte ist übrigens der gewöhnliche Sauerklee.
Preis: 50–70 Baht pro kg.
2.8. Tangerine (thailändische Mandarine)
Ehrlich gesagt unterscheidet sich die thailändische Mandarine kaum von ihren georgischen oder spanischen „Verwandten“. Allenfalls ist sie größer, und die Schale kann jede Farbe haben: braun, bordeauxrot, orange, grün oder gelb. Es ist sehr ungewöhnlich, eine völlig grüne Tangerine zu schälen und darin leuchtend orangefarbenes Fruchtfleisch zu finden.

Preis: 20–80 Baht pro kg.
2.9. Longkong
Diese weiß-beige Beerenfrucht hat verschiedene Namen: Duku (große Sorte), Langsat (wild und sauer im Geschmack) und Longkong (die süßeste und leckerste Sorte). Sie wächst in Trauben wie unsere Weintrauben – nur nicht an den Zweigen, sondern direkt am Stamm! Und die Früchte sehen aus wie kleine weiße Kartoffeln.

In jeder Frucht stecken mehrere Segmente (wie beim Knoblauch). Manche Segmente haben Kerne, manche nicht. Mit den Kernen muss man vorsichtig sein: Beißt man versehentlich auf einen, überdeckt seine scharfe Bitterkeit sofort und für lange Zeit den Geschmack der Frucht.
So sieht der Longkong geschält aus:

Der Longkong schmeckt süß mit leichter Säure, sehr zart, von leicht zäher Konsistenz – einfach großartig. Jedes Mal, wenn wir ihn irgendwo im Angebot sahen, haben wir ihn gekauft! Die Frucht enthält hohe Konzentrationen an Vitamin C, B2, B1, Phosphor und Kalzium – also nicht nur lecker, sondern auch gesund.
Die Schale der Frucht enthält einen sehr klebrigen Stoff, deshalb schält man sie besser mit Handschuhen – sonst läuft man sehr lange mit klebrigen Händen herum, denn das Zeug lässt sich mit absolut nichts abwaschen.
Preis: ab 30 Baht pro kg.
2.10. Papaya
Äußerlich ähnelt die Papaya einer Zucchini, die mit einem Kürbis gekreuzt wurde. Viele Touristen halten sie deshalb für ein Gemüse statt für eine Frucht. Nicht ganz zu Unrecht! Je nach Reifegrad wird die Papaya als Gemüse (aus grüner Papaya wird ein leckerer Salat gemacht) und als Frucht verwendet.
Die gelben „Zucchini“ – das ist die Papaya:

Geschmack und Konsistenz erinnerten mich an gekochte Möhren. Klingt nicht sehr appetitlich, aber reife Papaya ist wirklich lecker und wird nicht langweilig.
Es soll auch andere Sorten geben: mit Kaffee- und Schokoladennoten, mit Aprikosengeschmack und sogar blumigen Nuancen.
In Thailand wird die Papaya das ganze Jahr über verkauft. Hier ist sie sehr saftig und sättigend (man ist zugleich satt und hat getrunken). Sie spendet viel Energie und wird schnell verdaut, kann aber einen Blähbauch verursachen. Zu Darmbeschwerden kommt es allerdings in der Regel nicht.
Unreife grüne Papaya wird für Schwangere nicht empfohlen.
Aufgeschnitten sieht reife Papaya großartig aus – leuchtend orange mit schwarzen runden Kernen. Die Kerne müssen unbedingt entfernt werden, übrig bleibt also nur das orangefarbene Fruchtfleisch. Man kann sie auch gleich geschält kaufen – genau das haben wir gemacht:

Preis: 20–40 Baht pro kg.
2.11. Rambutan
Dieser haarige „Igel“ sieht nicht nur witzig aus, sondern schmeckt auch sehr gut: süß mit einer Note von Beerengelee und der Konsistenz von Fruchtgummi. Er ist rot und grün, rund und oval, frisch und aus der Dose erhältlich. Übrigens sind die Stacheln des Rambutans tatsächlich ganz weich – man kann sich daran unmöglich verletzen!

Bei der Wahl des „richtigen“ Rambutans kann man kaum etwas falsch machen – sie sind fast immer reif und ziemlich lecker. Das lustige Früchtchen reinigt sanft den Körper, normalisiert die Verdauung und fördert die Hautregeneration.
Preis: 10–70 Baht pro kg.
2.12. Rosenapfel
Äußerlich ähnelt der Rosenapfel eher einer Paprika als einem Apfel. Übrigens kann diese Frucht nicht nur rosa, sondern auch grün oder rot sein.
Der Rosenapfel ist eine der „bequemsten“ tropischen Früchte: Die Schale muss nicht entfernt werden, Kerne gibt es innen keine. Die Frucht ist saftig (löscht gut den Durst), aber irgendwie geschmacksneutral.

Zum Probieren kannst du so einen Spieß mit geschältem, geschnittenem Rosenapfel nehmen:

In Thailand wird der Rosenapfel das ganze Jahr über verkauft: auf Märkten und in Supermärkten. Der Höhepunkt der Saison ist im Frühling, wenn die wässrigen Früchte buchstäblich alle Stände und Ladentische überfluten.
Die Frucht ist sehr kalorienarm. Deshalb kann sie auch von Menschen auf Diät und von Diabetikern gegessen werden (der Rosenapfel senkt den Blutzuckerspiegel leicht).
Preis: ab 10 Baht pro kg.
2.13. Salak (Schlangenfrucht)
Auch diese Frucht hat viele Namen: Sala, Salak, Salakka und natürlich Schlangenfrucht. Zu meiner Überraschung habe ich aber kürzlich erfahren, dass Salak und Schlangenfrucht zwei verschiedene Unterarten derselben Pflanze sind. Die erste wächst in Thailand (sehr stachelige Schale und Fruchtfleisch mit säuerlicher Note):

Die zweite in Malaysia und Indonesien (glatte „Schlangenhaut“ und sehr süßes Fruchtfleisch):

Der Geschmack der thailändischen Salak lässt sich mit keiner anderen Frucht vergleichen! Die Frucht ist sehr weich, saftig und lecker, und wonach riecht sie wohl? Nach Baldrian! Wie wählt man die richtige Salak? Die Früchte sollen ebenmäßig und unbeschädigt sein. Überreife Salak schmeckt nicht mehr, reife dagegen ist großartig – eine meiner Lieblingsfrüchte.
Sie zu schälen ist nicht einfach – die Schale ist einfach zu stachelig –, aber der Geschmack entschädigt für alle Mühe! Man kann sie übrigens auch schon geschält kaufen, so sieht sie dann aus:

Übrigens: So eine Salak wie in Thailand findest du nirgendwo sonst! Wenn du also die Gelegenheit hast, probiere diese stachelige Frucht unbedingt!
Preis: 30–80 Baht pro kg.
2.14. Sapodilla (Chicu)
Äußerlich ähnelt die Sapodilla einer haarlosen Kiwi oder einer kleinen Kartoffel. Geschmacklich erinnert sie entfernt an eine Birne mit Toffee – und ist sehr süß, fast schon pappsüß. Je nach Sorte hat das Fruchtfleisch der Chicu eine Note von Eis mit Karamell, Toffee, Schokolade, Datteln oder Kaffee.
Die Sapodilla kann rund sein oder so länglich:

Die Sapodilla enthält jede Menge Vitamine (besonders C und A) sowie Kalium, Magnesium, Eisen und Kalzium. In Thailand gibt es Chicu das ganze Jahr über.
Geschält sieht die Sapodilla so aus:

Leider verdirbt diese Frucht sehr schnell. Selbst im Kühlschrank halten sich die Früchte nur ein paar Tage.
Preis: 50–60 Baht pro kg.
2.15. Tamarinde
Noch eine sehr ungewöhnlich aussehende Frucht – wie eine riesige Schote. Wir brechen die spröde Schale auf und finden darunter eine Frucht à la getrocknete Dattel oder Toffee. Offiziell gehört die Tamarinde (oder indische Dattel) zu den … Hülsenfrüchten. Doch wegen ihrer Süße gilt sie überall auf der Welt als Frucht.
Links – grüne, unreife Tamarindenschoten, die braunen rechts im Netz – reif und süß:

Sie ist süß, aber überhaupt nicht saftig, eher wie eine Trockenfrucht. Frutarier und Rohköstler essen Tamarinde statt Bonbons. In Thailand wird Tamarindenpaste fast jedem Gericht beigefügt: Fleisch, Soßen und Desserts.
Preis: 100–120 Baht pro kg.
2.16. Junge Kokosnuss
Jeder weiß, dass die junge Kokosnuss innen mit einer klaren, leicht süßlichen Flüssigkeit gefüllt ist, die hervorragend den Durst löscht und überhaupt megagesund ist!
Die Zusammensetzung des Kokoswassers (nicht mit Kokosmilch und -öl verwechseln!) ähnelt der von Muttermilch und Lymphe. Es enthält fast die gesamte B-Vitamin-Gruppe und ein halbes Periodensystem (von Jod bis Fluor). In „alten“ Kokosnüssen verwandelt sich das wertvolle Wässerchen nach und nach in Emulsion und Fruchtfleisch.
Eine von allen Seiten zurechtgehackte Kokosnuss, nur noch ein Loch aufschlagen – und man kann trinken:

Ärzte empfehlen das Wasser der jungen Kokosnuss in der Stillzeit und Schwangerschaft, bei Erkältungen und geschwächtem Immunsystem, bei Schilddrüsenerkrankungen und Arteriosklerose. Kokossaft ist Geschmackssache: Zu Hause gehörte die Kokosnuss zu meinen Lieblingsfrüchten (Nüssen), aber in Thailand konnte ich sogar den Geruch von Kokoswasser nicht ertragen – einfach zu eigenartig. Vladimir dagegen trank Kokossaft fast jeden Tag – so gut schmeckte er ihm.
Und so riesige Kokosnüsse sind uns auf den Philippinen begegnet:

Preis: 10–30 Baht pro Stück.
2.17. Marianenpflaume
Die Marianenpflaume wird auch Gandaria oder Maprang genannt. Die orangefarbenen oder gelben Früchte schmecken nach Mango, die Konsistenz des Fruchtfleischs erinnert an eine Pflaume. Die Mango-Pflaume kann man ungeschält essen.
Die thailändische Pflaume ist reich an Kalium, Chrom, Kupfer, Glukose und den Vitaminen A, B, P und C. Meist wird Maprang jedoch nicht roh gegessen, sondern in Kompott, Soßen und Marmeladen.
2.18. Chrysophyllum (Sternapfel)
Das Chrysophyllum sieht überhaupt nicht wie ein Stern aus. Allenfalls im horizontalen Schnitt, und selbst dann nur mit viel Fantasie.

Die Frucht wird halbiert und das Fruchtfleisch mit dem Löffel herausgegessen. Man kann es auch anders machen – die Frucht leicht kneten, oben ein Loch schneiden und den köstlichen Saft trinken, der ein bisschen wie gesüßte Milch schmeckt.
Die Frucht im Schnitt:

Übrigens ist der Sternapfel ein hervorragendes Mittel gegen Erkältungen und Halsschmerzen.
2.19. Santol
Der Santol wird in Thailand „thailändischer Apfel“ genannt – und ist längst nicht überall zu bekommen. Wenn du ihn findest – probiere ihn! Die Frucht sieht nicht besonders appetitlich aus. Doch unter der unscheinbaren harten Schale verbergen sich weiße Segmente mit feinem säuerlich-süßem Geschmack …

3. Die leckersten Früchte Thailands – unsere Top 6
3.1. Durian
Die Frucht der Durian (eine mittlere Durian ist so groß wie ein Fußball) wird oft König der Früchte genannt. Ihr Aroma ist, vorsichtig ausgedrückt, speziell (es erinnert an verdorbene rohe Zwiebeln, dreckige Socken und Kanalisation zugleich). Selbst die Beschreibung klingt wenig appetitlich. Deshalb darf die Frucht nicht in Hotels, öffentliche Verkehrsmittel, Bürogebäude und Supermärkte mitgenommen werden.

Wenn man die Nase vor dem starken Duft verschließt, ist der Geschmack der Durian unglaublich! Er erinnert an Pudding mit Ananas, Banane und Erdbeere. Natürlich hängt alles davon ab, ob du eine gute Durian erwischst oder nicht. Alle, die Durian probieren, spalten sich sofort in zwei Lager – die einen können sie nicht ausstehen und verstehen nicht, wie man so etwas überhaupt essen kann, die anderen halten sie für die leckerste aller Früchte. Wir gehören zur zweiten Kategorie – für mich schmeckt Durian wie das köstlichste Törtchen, das man sich nur vorstellen kann.
Kleine Durian ist nicht so lecker:

Wir haben die verschiedensten Durian-Sorten probiert, und wirklich leckere waren längst nicht immer dabei. Am besten kauft man eine ganze Durian, denn liegt sie einmal geöffnet herum, fängt sie fürchterlich an zu stinken, und der Geschmack verdirbt sehr schnell. Die abgestandene Durian hat genau den Geschmack nach verdorbenen Zwiebeln, von dem alle Durian-Hasser reden. Wenn sie dir beim ersten Mal also nicht geschmeckt hat, war sie vielleicht einfach schon zu lange geöffnet. Bitte beim Kauf unbedingt den Verkäufer, die leckerste Frucht für dich auszuwählen. Und wenn er sie etwas aufschneidet, fass das Fruchtfleisch an – es soll weich sein, aber nicht schleimig, das wird die leckerste Frucht. Unreife Durian schmeckt hart und knackig, die Süße fehlt noch, überreife ist schleimig und stinkt wie faule Zwiebeln. Am leckersten ist die mittlere Reife.
Übrigens ist sie ziemlich schwer zu schälen – die Stacheln sind sehr hart und spitz. Bitte am besten denselben Verkäufer, dir die Durian zu schälen.
Man kann sie auch geschält kaufen, aber warte lieber, bis der Verkäufer mit dem Schälen beginnt – und kaufe sofort:

König der Früchte wird sie wegen ihrer einzigartigen Zusammensetzung genannt. Das Fruchtfleisch der Durian enthält einen ganzen Komplex an B-Vitaminen. Und die Vitamin-C-Konzentration ist höher als in Zitrusfrüchten! Außerdem ist die Frucht sehr nahrhaft – mit einem einzigen Segment wird man für einen halben Tag satt.
Allerdings dürfen Menschen mit Bluthochdruck sowie schwangere und stillende Frauen keine Durian essen (sie erhöht die Körpertemperatur). Und mit Alkohol sollte man sie auch nicht mischen!
Dafür wird die Durian Diabetikern empfohlen, denn der enthaltene organische Schwefel, dem sie ihren Geruch verdankt, fördert die Insulinproduktion.
So wächst die Durian:

Preis: 80–120 Baht pro kg. In der Saison haben wir auf Samui Durian direkt vom Auto für 40 Baht pro kg gekauft.
3.2. Mangostan
Äußerlich ähnelt die Mangostan einer kleinen runden Aubergine. Und innen stecken süße weiße Segmente mit dem Geschmack von Pfirsich und Zitrusfrüchten. Mmmh …

Ich liebe ihren Geschmack wahnsinnig gern – leicht, zart, luftig. Man kann locker ein Kilo auf einmal essen, oder auch zwei. Es wird einem nicht schlecht, und die Zunge wird garantiert nicht von der Fruchtsäure angegriffen. Meiner Meinung nach ist das die allerleckerste thailändische Frucht. Schade, dass es sie nicht das ganze Jahr gibt, die Saison dauert etwa von Mai bis Juli.

Übrigens steckt in der Mangostane (einer anderen Bezeichnung der Mangostan) eine Menge nützlicher Stoffe. Darunter die seltenen Xanthone – gnadenlose Killer von Krebszellen. Nimm beim Kauf weiche Früchte, die sind am leckersten.
Sei beim Schälen wachsam – in manchen Früchten leben schwarze Ameisen! Einmal habe ich eine Mangostan geöffnet, und heraus kamen ganze Heerscharen von Ameisen – was habe ich geschrien!
Preis: 40–80 Baht pro kg. Mitten in der Saison haben wir aber gleich 7 kg für 100 Baht gekauft, also für gerade mal 15 Baht pro kg!
3.3. Mango
In Thailand gibt es diese süße und saftige Frucht das ganze Jahr über, allerdings schwankt der Preis je nach Jahreszeit stark. Der Saisonhöhepunkt fällt auf April–Juni.
Geschälte und geschnittene Mango: oben in der Mitte – unreif mit Gewürzen, unten – megareif und süß:

Eine der beliebtesten thailändischen Leckereien – Mango Sticky Rice (Mango und Klebreis in Kokossirup):

Die Mango enthält viel Vitamin A, das bei Sehproblemen hilft. Außerdem reinigt die Mango hervorragend die Leber, beschleunigt das Abnehmen, erhöht die Elastizität der Gefäße und befreit von Durchfall und Verstopfung.
Die leckersten Früchte (egal ob grün oder gelb) fühlen sich unbedingt weich an. Wir haben das Fruchtfleisch in Würfel auf einen Teller geschnitten oder es eingekerbt und nach außen gestülpt:

Man kann sie auch wie auf dem Bild oben anschneiden und mit einer Bewegung das ganze Fruchtfleisch mit dem Glasrand abschälen, so dass die Schale außen bleibt und das ganze Fruchtfleisch im Glas landet.
Meine Lieblingsmangos sind die länglichen, hellgelben:

Preis: 20 bis 120 Baht pro kg.
3.4. Zuckerapfel (Noina, Cherimoya)
Das Fruchtfleisch des Zuckerapfels mit Körnchen ist süß mit leichten Nadelholznoten. Der Saisonhöhepunkt fällt auf den Sommer, doch in Thailand wird Noina das ganze Jahr über verkauft, die leckersten Früchte gibt es im Sommer. Unter der festen Schale (fast wie bei einer Mandarine) verbirgt sich eine zarte Creme mit Kernen, die man direkt löffeln kann.
Wenn du eine reife Noina kaufst, ist es sehr wichtig, sie nicht zu den anderen Früchten zu legen, sondern separat zu tragen – sie wird sehr leicht zerdrückt.
Die Früchte sehen aus wie riesige Zapfen:

So sieht eine reife Noina von innen aus:

Die Cherimoya enthält eine hohe Konzentration an Ballaststoffen, Vitamin A und C sowie Magnesium, Kupfer und Kalium. Mit den Früchten des Zuckerapfels behandeln die Einheimischen so ernste Leiden wie Ruhr, Durchfall und Magengeschwüre.
Die Frucht ist sehr nahrhaft und sättigend (94 kcal pro 100 g). Und schmeckt einfach außergewöhnlich!
Preis: 30–90 Baht pro kg.
3.5. Maracuja
Die Maracuja ist eine sehr interessante und leckere Frucht. Am intensivsten ist die violette Maracuja mit ihrem kräftigen säuerlich-süßen Geschmack. Den Geruch der Maracuja erkennst du sofort – genau so riechen die Multivitaminsäfte aus dem Supermarkt.

Unter der dicken Schale (grün oder violett) verbirgt sich ein zartes, saftiges, duftendes Gelee mit kleinen Körnchen, das man herauslöffeln muss. Ein Genuss!

Auf dem Foto wird sie mit Gewürzen verkauft, aber das ist eher etwas für Einheimische. Wir empfehlen, sie zumindest beim ersten Mal unbedingt ohne Gewürze zu essen.
Die Maracuja hilft gegen Schlaflosigkeit und tut der Haut gut.
Preis: 80–120 Baht pro kg.
3.6. Sauersack
Der Geschmack des Sauersacks (Guyabano oder Guanabana) ähnelt keiner anderen Frucht. Es fühlt sich an, als äße man echten Joghurt! Schneeweiße Fasern wie Zuckerwatte, großzügig durchtränkt mit säuerlich-süßem Saft. Es gibt übrigens so grobe Fasern, dass man sie unmöglich durchbeißen kann (das ist aber eher die Ausnahme als die Regel).
Die ganze Frucht:

Und aufgeschnitten – echter Joghurt:

Der Sauersack riecht fantastisch! In Thailand ist er sehr schwer zu finden, aber wenn du ihn siehst – kauf ihn unbedingt, das ist einfach eine unglaubliche Frucht.
4. Wann welche Frucht: Saisonkalender nach Regionen
Das ist das Nützlichste, was wir dem Artikel hinzufügen können. Fast alle Ratgeber schreiben „Durian-Saison ist im Sommer“, und wer im Juli nach Phuket oder im Mai nach Chanthaburi kommt, geht leer aus. Tatsächlich verschiebt sich die Saison ein und derselben Frucht zwischen den Regionen Thailands um zwei Monate.
Nach Angaben des thailändischen Agrarkalenders BioThai (aktualisiert im April 2026):
- Durian, Mangostan, Rambutan. Osten des Landes – Chanthaburi und Rayong – Mai und Juni. Süden – Juli und August.
- Litschi. Zentrum – April. Norden, Umgebung von Chiang Mai – Mai bis Juli.
- Longan. Norden – August. Im Osten wird er außerhalb der Saison angebaut und im Dezember und Januar verkauft.
- Longkong. Osten – Juli und August, Süden – September und Oktober.
- Das ganze Jahr über gibt es Kokosnuss, Banane, Ananas und Papaya.
Die Ersteller des Kalenders selbst merken an: Das ist die Zeit der maximalen Ernte der Hauptsorten in den wichtigsten Anbaugebieten; in einzelnen Bezirken weichen die Termine ab, und manche Sorten tragen mehrmals im Jahr Früchte.
Wenn du in der Hochsaison von November bis März kommst: Kokosnuss, Banane, Ananas und Papaya gibt es das ganze Jahr, und von den saisonalen Früchten lohnt es sich in dieser Zeit, nach Karambola (sie wird von Oktober bis Dezember verkauft) und Longan aus dem Osten des Landes Ausschau zu halten – dort wird er außerhalb der Saison angebaut und im Dezember und Januar verkauft. Durian, Mangostan und Rambutan haben im Winter keine Saison: Wenn sie auftauchen, dann höchstwahrscheinlich teurer als im Sommer.
5. Was Früchte im Jahr 2026 kosten
Das Wichtigste, was sich seit unserer Reise geändert hat, ist nicht das, was alle erwarten. Die Durian ist nicht teurer geworden, sondern wird im zweiten Jahr in Folge billiger: Der durchschnittliche Preis im Land ist auf etwa 90 Baht pro Kilogramm gefallen. Der Grund: Die Ernte 2026 ist um 21 Prozent gewachsen, während der Export fast unverändert blieb – Vietnam hat einen Teil des chinesischen Marktes übernommen. Die Regierung hat sogar versprochen, den Bauern die Durian für nicht weniger als hundert Baht abzukaufen.
An einem Touristenstand in Pattaya kostet dieselbe Durian locker 300 Baht pro Kilogramm. Der Unterschied zwischen Obstgarten und Ferienort beträgt das Drei- bis Vierfache – und das ist wichtiger als jede Durchschnittszahl.
Wo du am günstigsten kaufst
- Bauern-Pickups – am billigsten. Mango 4 Kilogramm für 100 Baht, Mangostan und Rambutan je 3 Kilogramm für denselben Hunderter.
- Lokale Märkte – Rompho und Thepprasit in Jomtien, Or Tor Kor und Chatuchak in Bangkok.
- Supermärkte – teurer als der Markt, aber berechenbar. Erstklassige Mango kostet im Einkaufszentrum 120–250 Baht gegenüber 20–60 auf dem Bauernmarkt.
- Touristenstände – dreimal so teuer. Auf dem Markt an der Mike Shopping Mall wird Mango für 60–80 Baht angeboten, Mangostan für 100, Litschi für 150.
Preisrichtwerte 2026, Einzelhandel: Durian 100–200 Baht pro Kilogramm, Mangostan 40–120, Mango 30–100, Rambutan 35–80, Drachenfrucht 20–100, Papaya 30–70, Kokosnuss 25–60 pro Stück und 70–120 am Strand, Wassermelone 20–40.
Die Preise hängen stark von Saison und Ort ab, deshalb geben wir Spannen statt exakter Zahlen an. Preislisten der Supermarktketten für 2026 ließen sich öffentlich nicht finden.
6. Was du ausführen darfst – ohne eine Strafe zu riskieren
Der Mythos von den elf verbotenen Früchten
Im Internet kursiert eine Liste von elf Früchten, die angeblich „nicht aus Thailand ausgeführt werden dürfen“: Durian, Pomelo, Weintrauben, Longan, Litschi, Tamarinde, Kokosnuss, Salak, Ananas. Die Liste ist echt – sie hängt auf der Website des Flughafens Suvarnabhumi. Aber sie bedeutet etwas anderes.
Im thailändischen Original heißt es „phan thu phyt sanguan“ – geschütztes Pflanzmaterial. Artikel 30 des Pflanzengesetzes verbietet die Ausfuhr von Setzlingen, Stecklingen und Samen dieser Kulturen, damit sie nicht an konkurrierende Produzenten gelangen. Die Strafe: bis zu drei Jahre Haft oder viertausend Baht. Früchte, die du essen willst, fallen nicht unter dieses Verbot.
Früchte nach Thailand EINFÜHREN ist dagegen wirklich verboten
Darüber schreibt fast niemand, und das ist schade. Frische Früchte ohne phytosanitäres Zertifikat verstoßen gegen das thailändische Pflanzenquarantäne-Gesetz: bis zu einem Jahr Gefängnis, bis zu 20.000 Baht Strafe oder beides. Auf der Verbotsliste steht genau das, was Touristen für unterwegs mitnehmen – Bananen, Mango, Papaya, Ananas, Kokosnuss.
Durian im Flugzeug und im Hotel
Über das Durian-Verbot in Flugzeugen, Hotels und der U-Bahn schreiben alle, doch wir konnten es anhand der Primärquellen nicht bestätigen: Auf den offiziellen Seiten der Fluggesellschaften haben wir keine Bestätigung gefunden, und alles andere sind Nacherzählungen in Blogs. Deshalb ganz ehrlich: Frag bei deiner Fluggesellschaft und in deinem Hotel nach. Die Regel ist einfach und funktioniert überall – eine dicht verpackte Frucht, die nicht riecht, wirft kaum Fragen auf.
Übrigens befördern sieben thailändische Fluggesellschaften vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2027 kostenlos eine Kiste Obst bis zu 10 Kilogramm im Gepäck. Aber es gibt zwei Einschränkungen: Das gilt nur für Inlandsflüge ab zwanzig Regionalflughäfen (Suvarnabhumi und Phuket sind nicht in der Liste), und die Durian ist von der Aktion ausgenommen.
Was die Reise übersteht – und was nicht
Gut transportierbar sind feste Mangos ohne Druckstellen, unreife Ananas, Pomelo, harte Guave und Tamarinde in trockener Schale. Schlecht: Rambutan, Litschi, reife Mangostan, geschälte Jackfrucht und weiche Noina.
Und welche tropischen Früchte magst du? Hast du vielleicht andere Früchte probiert, die ich nicht kenne? Was schmeckt dir am besten? Erzähl es uns in den Kommentaren!



