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UngarnBudapest

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Freiheitsbrücke in Budapest – die schöne Brücke mit bewegter Geschichte

Die Freiheitsbrücke in Budapest ist wohl die originellste aller Brücken der Stadt. Sie ist grün gestrichen und hebt sich damit von ihren Schwestern ab. Im Folgenden erzähle ich, warum sie ihre Farbe wechselte, wann sie gebaut wurde und welches Detail, das die Brücke bei ihrer Errichtung zierte, wir nie wieder zu sehen bekommen. Los geht’s!

1. Kurzer geschichtlicher Überblick

1893 wurde beschlossen, im Bereich des Zollplatzes (Fővám tér) eine zusätzliche Brücke zu bauen. Für den Bau wurde sogar ein Bad mit Heilschlamm abgerissen, es lag an der Stelle des heutigen Gellért-Platzes.

Der Bau begann 1894 und endete 1896, als in Budapest das tausendjährige Jubiläum der Landnahme der Ungarn prächtig gefeiert wurde. Zur Feier kam der Kaiser von Österreich-Ungarn persönlich. Er schlug auch die letzte symbolische Niete im Fundament der Brücke ein. Übrigens trug sie die Initialen des Kaisers, doch leider hat die Niete bis heute nicht überlebt – ein unbekannter Dieb stahl sie bereits in den 1950er-Jahren.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde diese Brücke wie die anderen von den abziehenden Nationalsozialisten gesprengt. Doch sie wurde ziemlich schnell wiederaufgebaut (im August 1946) – es war die erste wiederhergestellte Brücke der Stadt. Damals erhielt sie auch ihren heutigen Namen.

Allerdings gab es einen Unterschied zum Original: Sie wurde grau statt grün gestrichen (die passende Farbe war ebenso wenig verfügbar wie das Geld für eine solche Menge Farbe). Erst 2007–2009 wurde eine Rekonstruktion durchgeführt, bei der die Brücke ihr ursprüngliches Aussehen und den originalen grünen Anstrich zurückerhielt; außerdem wurden Fahrbahnbelag und Straßenbahngleise restauriert.

Trotz ihres beachtlichen Gewichts wirkt die Brücke von außen sehr leicht und ist eine würdige Zierde der Stadt.

2. Nützliche Informationen

2.1. Lage

Die Brücke liegt direkt am Fuße des Gellértbergs. Schaut man auf der Karte vom Budaer Burgberg nach Norden, folgen drei Brücken aufeinander: zuerst die Széchenyi-Brücke, dann die Elisabethbrücke und schließlich die Freiheitsbrücke.

Die Adresse der Brücke: Budapest, Fővám tér 1093, 1118 Ungarn.

Lage auf der Karte:

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2.2. Anreise

Zu Fuß erreichst du die Brücke von den Gellért-Bädern oder von der Großen Markthalle aus; die Brücke liegt ganz in der Nähe, sodass die Anreise bestimmt kein Problem ist.

Du kannst auch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen (der BKK-Einzelfahrschein gilt für U-Bahn und Straßenbahn gleichermaßen; Stand Oktober 2026 kostet er 500 Forint):

  • Mit der U-Bahn: Nimm die Linie M4. Die passenden Stationen heißen Szent Gellért tér und Fővám tér und liegen auf gegenüberliegenden Donauufern.
  • Alternativ fährt die Straßenbahn: Die Linie Nr. 2 verläuft entlang des Ufers – steig an der Haltestelle Fővám tér M aus. Direkt über die Brücke fahren die Straßenbahnen Nr. 47 und Nr. 49 – vom Fővám tér bis zur Haltestelle Szent Gellért tér – Műegyetem am Budaer Ufer.

Du kannst auch ein Taxi nehmen; nutze dabei Bestell-Apps (wenn du in Budapest öfter mit dem Taxi unterwegs sein willst, installiere dir am besten gleich die App Bolt). So erfährst du den Fahrpreis schon im Voraus.

Eine weitere Möglichkeit ist der Hop-on-Hop-off-Bus. In diesem Format kannst du die ganze Stadt umrunden und an jeder Haltestelle aussteigen, die dich interessiert. Jeder Fahrgast hat dabei einen Audioguide in seiner gewohnten Sprache. Es gibt Touren von zwei Anbietern – Big Bus und City Sightseeing; ihre Routen und Preise unterscheiden sich, die aktuellen Informationen siehst du bei der Buchung.

Online-Exkursionen zu den Brücken Budapests werden inzwischen nicht mehr angeboten – das Format hat sich nicht durchgesetzt.

2.3. Besuchszeit

Du kannst die Brücke jederzeit zu Fuß überqueren. Wenn du zu den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen kommst, beachte den Fahrplan: Am 24. Dezember endet der Betrieb der BKK-Tageslinien gegen 16:00 Uhr, am 25.–26. Dezember und am 1. Januar gilt ein Feiertagsfahrplan. Den genauen Plan veröffentlicht der Verkehrsbetrieb als separate Mitteilung im Dezember (2025 war es der 17. Dezember) – sieh etwa eine Woche vor der Reise auf bkk.hu nach.

3. Die Brücke in Bildern

Die Brücke zieren Boten der Götter, die sogenannten Turuls. Außerdem kannst du an der Brücke die stilisierte Krone des heiligen Stephan, des ersten Königs Ungarns, sehen:

Freiheitsbrücke Budapest

Unten sind die Anlegestellen für Ausflugsboote zu sehen:

Freiheitsbrücke Budapest

Am Donauufer tummeln sich immer viele Touristen, die die Brücken von Budapest fotografieren:

Freiheitsbrücke Budapest

4. Fazit

Eine sehr interessante Brücke mit einer schwierigen Geschichte (wie alle Brücken von Budapest). Die ungewöhnliche Farbe verleiht ihr Originalität, ebenso die Tatsache, dass sie in ihrer Urform wiederhergestellt wurde. Schön, dass die Straßenbahngleise erhalten geblieben sind – man kann kurz die Augen schließen, das Rumpeln der Straßenbahn hören und sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts wähnen, als diese Brücke gerade erst gebaut worden war.

Und welche Eindrücke hattest du? Welche Brücke in Budapest hat dir am besten gefallen? Spazierst du gern abends über Brücken, oder fährst du lieber auf einer Bootstour unter ihnen hindurch? Ich freue mich auf deine Kommentare!

Für heute wollen wir zum Schluss kommen, ich hoffe, es war interessant. Abonniere den Blog, denn ich habe noch viele weitere interessante Artikel vorbereitet, die dir auf deinen Reisen bestimmt nützlich sein werden. Du kannst unsere Artikel auch gern teilen, wenn deine Freunde nach Budapest fahren – die Informationen werden ihnen sehr nützlich sein. Bis bald!

Ich habe in Budapest übrigens Airbnb genutzt und in einer Wohnung übernachtet – das war deutlich günstiger und bequemer. Wenn du ebenfalls lieber eine Wohnung statt eines Hotels nehmen möchtest, schau dir freie Unterkünfte in Budapest mit Preisen für deine Reisedaten an.