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Nikola-Tesla-Museum in Belgrad: Erfahrungsbericht, Preise und Öffnungszeiten

Wir laden dich zu einem virtuellen Rundgang durch das Nikola-Tesla-Museum in Belgrad ein! Möchtest du mehr über das rätselhafte Wissenschaftsgenie des 19. Jahrhunderts erfahren? Und Experimente mit elektrischen und magnetischen Feldern sehen, die direkt vor deinen Augen vorgeführt werden? Dann wird dir Teslas Museums-Villa ganz sicher gefallen.

Kurz das Wichtigste: Das Museum befindet sich in einer Villa in der Krunska 51 (Stadtteil Vračar, wenige Gehminuten vom Slavija-Platz entfernt) und hat keinen Ruhetag – montags 10:00–18:00 Uhr, von Dienstag bis Sonntag 10:00–20:00 Uhr. Das Ticket mit Führung auf Englisch kostet 800 Dinar, auf Serbisch 400, bezahlt wird nur bar in Dinar. Preise und Zeiten haben wir am 8. Oktober 2026 mit der offiziellen Website des Museums abgeglichen.

Kinder werden von diesem Kulturprogramm restlos begeistert sein, und auch Erwachsenen wird nicht langweilig – das verspreche ich dir. Und ja, dies ist das einzige Museum der Welt, das Teslas authentischen persönlichen Nachlass bewahrt: seine Briefe, Manuskripte, Fotos und Dinge. Ausstellungen „über Tesla“ gibt es auf der Welt genug – die Originale liegen hier.

Lohnt sich der Besuch? Unser Fazit in Kürze

Ich antworte direkt, damit du nicht bis zum Ende scrollen musst. Ja, der Besuch lohnt sich – wegen der funktionierenden Modelle, die nach Teslas Zeichnungen gebaut wurden, wegen des Experiments mit der Teslaspule, das direkt vor deinen Augen vorgeführt wird, und wegen seiner persönlichen Dinge. Aber stell dich ehrlich darauf ein: Es ist ein kleines Museum in einer alten Villa, kein riesiges Science Center, und besucht wird es in Führungen nach Zeitplan.

Was du schon wissen solltest, bevor du das Hotel verlässt (alles am 8. Oktober 2026 auf der offiziellen Website des Museums geprüft):

  • Ticket – 800 Dinar mit Führung auf Englisch und 400 Dinar auf Serbisch. Die Führung ist im Ticket enthalten, dafür wird nichts extra berechnet.
  • Nur Bargeld und nur Dinar. Das Museum akzeptiert keine Karten, auch keine Euro.
  • Öffnungszeiten: Montag 10:00–18:00 Uhr, Dienstag bis Sonntag 10:00–20:00 Uhr. Das Museum hat keinen Ruhetag.
  • Führungen beginnen jeweils zur vollen Stunde und dauern etwa 45 Minuten. Einzelbesucher müssen nichts buchen, aber komm am besten 15 Minuten früher.
  • Sprache der Führung – Serbisch oder Englisch.
  • Anfahrt: Am einfachsten zu Fuß vom Slavija-Platz; der gesamte Stadtverkehr Belgrads ist seit dem 1. Januar 2025 kostenlos.
  • Und eine Rarität, über die fast nirgends geschrieben wird: Die Urne mit Teslas Asche steht hier in der Dauerausstellung.

1. Kurzer geschichtlicher Überblick

Nikola Tesla wurde am 10. Juli 1856 im Dorf Smiljan geboren – damals war das die Militärgrenze des Kaisertums Österreich, heute liegt es auf dem Gebiet Kroatiens. Beim Datum gibt es übrigens eine für jene Gegend typische Verwirrung: Der 10. Juli gilt nach dem gregorianischen Kalender, im Taufregister steht der 28. Juni nach dem julianischen – und beide Daten stimmen. Der Vater Milutin war orthodoxer Priester – das Haus war kirchlich und voller Bücher. Wohin die Familientradition den Jungen eigentlich führen sollte, will ich gar nicht raten, aber es kam so, dass die moderne Wissenschaftsgeschichte beinahe ein solches Genie verloren hätte.

Die Büste des Wissenschaftlers:

Nikola Tesla

Stattdessen schreibt er sich an der Höheren Technischen Lehranstalt in Graz ein und studiert Elektrotechnik. Schon während des Studiums kommen ihm geniale Ideen dazu, wie unvollkommen die Gramme-Maschine arbeitet.

Danach arbeitete er als Elektroingenieur in Budapest – und dort, im Februar 1882, erdachte Tesla das rotierende Magnetfeld, genau die Idee, auf der sein ganzer Ruhm beruht. Seinen ersten Induktionsmotor baute er 1883 in Straßburg. Nach New York kam er erst am 6. Juni 1884 und arbeitete bis 1885 bei Thomas Edison. Die verbreitete Behauptung, die „eigentliche Wissenschaft“ habe für ihn erst in Amerika begonnen, stimmt also nicht: Das Wichtigste hatte er in Europa erdacht, lange vor Edison.

Eines der Ausstellungsstücke des Museums:

Nikola-Tesla-Museum

Die Erfindungen von Nikola Tesla haben die Entwicklung moderner Technologien enorm vorangetrieben und die damaligen Vorstellungen von Elektrotechnik auf den Kopf gestellt. Man schreibt ihm mystische Entdeckungen und unglaubliche Leistungen zu. Legenden über Nikola Tesla kursieren nicht nur in der Welt der Wissenschaft!

Im Museum erfährst du mehr über Leben, Arbeit und Entdeckungen des Wissenschaftlers:

Nikola-Tesla-Museum

In Reiseführern hält sich hartnäckig ein Fehler: Das Museum sei „1952 eröffnet“ worden. Tatsächlich wurde es am 5. Dezember 1952 nur gegründet; seine Türen für Besucher öffneten sich am 20. Oktober 1955. Und gleich zur Größe, damit keine überzogenen Erwartungen entstehen: Die Ausstellung ist klein. Das Museum ist in einer alten Villa untergebracht, und selbst das serbische Kulturministerium nannte die derzeitigen Bedingungen bei der Ankündigung des künftigen Umzugs beengt. Dafür ist die Dichte an Interessantem pro Quadratmeter hoch:

  • funktionierende Modelle von Geräten – sie wurden nach Teslas Zeichnungen gebaut, es sind nicht die historischen Apparate selbst;
  • Zeichnungen der Erfindungen;
  • Skizzen von Maschinen und Mechanismen aus Teslas Hand;
  • persönliche Dinge und Geräte aus seinen Laboren;
  • Fotos, Briefe, Manuskripte, Notizbücher;
  • die Urne mit der Asche des Wissenschaftlers – sie steht seit 1957 in der Dauerausstellung.

Die schöne Geschichte von einem Testament zugunsten Belgrads habe ich oft gehört – doch die offizielle Darstellung des Museums sagt etwas anderes. Nach Teslas Tod übertrug ein amerikanisches Gericht seinen Besitz an seinen Neffen – Sava Kosanović. Erst auf dessen eigene Initiative hin wurden Dinge, Papiere und Geräte nach Belgrad geschickt und dem Staat geschenkt: Eine Ladung aus sechzig Paketen traf im September 1951 im Hafen von Rijeka ein. Weder ein Testament an die Stadt noch das Jahr 1949 werden von der Quelle des Museums bestätigt.

Die Krunska und die Nachbarstraßen von Vračar bestehen durchweg aus solchen alten Villen:

Nikola-Tesla-Museum

Und das solltest du über das Archiv wissen: Es kursiert die Legende, der Großteil von Teslas Aufzeichnungen sei verloren. Das stimmt nicht: Das Museum bewahrt 163.911 Archivalien – Manuskripte, Berechnungen, Schemata, Zeichnungen, Briefe. Im Jahr 2003 nahm die UNESCO diese Sammlung in das Register „Memory of the World“ (Weltdokumentenerbe) auf. Das Archiv ist digitalisiert und auf Mikrofilme übertragen, und das Museum unterstützt Forschende tatsächlich – aber freien Zugang zum gesamten Nachlass kann man nicht versprechen: Für einen Teil der Materialien gibt es Einschränkungen, und die Arbeitsbedingungen musst du gesondert mit dem Museum vereinbaren.

Noch eine wichtige Information für die Zukunft: Das Museum bekommt ein neues Zuhause. Der jetzige Standort bleibt die Krunska 51; für das neue Museum ist das Gebäude der ehemaligen Papierfabrik von Milan Vapa vorgesehen – es ist fast zwanzigmal so geräumig wie die heutige Villa. Das Kulturministerium nannte als Termin für die Fertigstellung des Projekts, der Arbeiten und der Ausstattung den Juni 2027; eröffnet werden soll das neue Museum rechtzeitig zur Ausstellung EXPO 2027. Ende Juni 2026 wurden der serbischen Wirtschaftspresse zufolge die Standortbedingungen für den Umbau des Gebäudes erteilt. Ein Schließungsdatum für die alte Adresse gibt es nirgends: Am 8. Oktober 2026 führt die offizielle Website weiterhin in die Krunska und listet Führungen für den nächsten Tag – also fahren wir vorerst genau dorthin. Und wenn ich ehrlich bin, fällt es mir schwer, die alte Villa loszulassen.

2. Praktische Informationen

Wie findest du das Museum? Wie kommst du aus dem Zentrum hin? Ich erkläre es dir.

2.1. Wo das Museum liegt

Adresse: Krunska 51. Der historische Stadtteil Vračar. Ganz in der Nähe des Slavija-Platzes und der Kathedrale des Heiligen Sava. Das Museum selbst nennt als nächstgelegene Punkte Trg Slavija und Pravni fakultet – von beiden sind es nur wenige Gehminuten bis zur Tür.

Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, beachte: Das Museum liegt in der zweiten Parkzone – das heißt, du darfst dein Auto höchstens 120 Minuten an der Straße abstellen. Als nächstgelegene Parkhäuser nennt das Museum Slavija und Viška – für einen halben Tag im Viertel parkst du dort entspannter.

Lage auf der Karte:

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2.2. Anfahrt

Das Museum liegt in der Nähe des längsten Boulevards der Stadt – des Bulevar kralja Aleksandra. Über ihn fahren Straßenbahnen aus fast allen Teilen der Stadt.

Anhand dieses Fotos erkennst du das Museum sofort:

Foto des Nikola-Tesla-Museums

Varianten entlang des Boulevards:

  • Straßenbahnen 10 und 14 – fahren in beide Richtungen bis zur Haltestelle Pravni fakultet, die zuverlässigste Option;
  • Straßenbahn 6 – geht auch, hält am Pravni fakultet aber nur in einer Richtung;
  • statt der gewohnten Linien 2 und 7 fahren wegen Bauarbeiten derzeit die temporären Linien 2L, 2L1 und 7L: Sie kommen am Pravni fakultet vorbei, aber die reinen Nummern „2“ und „7“ siehst du auf der Anzeige eventuell gar nicht;
  • die Straßenbahn 5 kannst du aus alten Listen streichen – die Linie fährt zwar, aber auf ihrer aktuellen Route gibt es die Haltestelle Pravni fakultet nicht;
  • die Busse 26, 27 und 33 – alle drei fahren und halten am Pravni fakultet.

Und jetzt die beste Nachricht für alle, die Belgrads Kioske mit Fahrscheinen noch kennen: Seit dem 1. Januar 2025 ist der gesamte Stadtverkehr Belgrads kostenlos. Weder Ticket noch Verkehrskarte musst du kaufen – einsteigen und fahren; das gilt für alle Fahrgäste und alle Linien des städtischen Systems.

Aber lerne die Nummern nicht auswendig. Wegen der Arbeiten an der Alten Save-Brücke werden die Straßenbahnlinien in Belgrad derzeit durcheinandergewürfelt, das L taucht auf und verschwindet wieder. Schau vor dem Losgehen in den Bereich der aktuellen Änderungen auf bgprevoz.rs – oder geh einfach von der Slavija zu Fuß, das dauert wirklich nicht lange.

Neben der Haltestelle steht das gelbe Gebäude der Juristischen Fakultät (Pravni fakultet). Die Beogradska-Straße kreuzt den Boulevard und führt in Richtung Slavija-Platz. Die erste große Kreuzung ist die mit der Krunska-Straße. Biege einfach links ab – dann sind es buchstäblich noch 2–3 Minuten bis zum Museum.

Von der Slavija empfehle ich, einfach zu Fuß hinaufzugehen: Das ist nicht einmal eine ganze Haltestelle. Technisch kannst du eine Haltestelle bis Pravni fakultet fahren, aber bis die Straßenbahn kommt, bist du längst da. Wenn du die Beogradska-Straße hinaufgehst, liegt der Abzweig zur Krunska auf der rechten Seite.

Blick auf das Museum aus der Krunska-Straße:

Nikola-Tesla-Museum

2.3. Öffnungszeiten und Besuchszeit

Gut zu wissen: Das Museum hat keinen Ruhetag.

  • Montag – 10:00–18:00 Uhr;
  • Dienstag bis Sonntag – 10:00–20:00 Uhr.

Eine Unterteilung in Sommer- und Winterplan veröffentlicht das Museum nicht – der Rhythmus gilt das ganze Jahr, und Änderungen ab dem 1. November sind auf der Website nicht angekündigt (geprüft am 8. Oktober 2026). Einmalige Änderungen gibt es aber: Im August 2026 wies das Museum gesondert darauf hin, dass es an einem bestimmten Montag schon um 17:00 Uhr schließt, und für Donnerstag, den 8. Oktober, wurde ein verkürzter Tag bis 18:00 Uhr angekündigt. Schau daher vor dem Besuch in den News-Bereich der Museumswebsite. Dort steht auch Erfreuliches: Am 10. Juli 2026, Teslas Geburtstag, war der Eintritt frei und die Führungen liefen im Halbstundentakt; frei war auch Montag, der 5. Oktober – an den Tagen des europäischen Kulturerbes. Eine dauerhafte Ermäßigung verspreche ich nicht, aber ein Blick vor dem Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Und das Wichtigste zur Zeitplanung: Die Führungen beginnen jeweils zur vollen Stunde. Das ist wichtiger als die Schließzeiten – um zehn vor acht aufzutauchen, ist sinnlos. Im Plan vom 10. September 2026 stand die letzte Führung um 19:00 Uhr bei Schließung um 20:00 Uhr; am 8. Oktober, als das Museum bis 18:00 Uhr öffnete, schon um 17:00 Uhr. Den Plan hängt das Museum tageweise aus, und daran siehst du, in welcher Sprache jede Führung läuft und ob sie schon voll ist: Am 8. Oktober waren von acht Führungen sechs auf Englisch, und die serbische Führung am Morgen trug den Vermerk „ausgebucht“.

Nikola-Tesla-Museum

Die Führung selbst dauert etwa 45 Minuten. Und eines sei ehrlich gesagt: Dass du nach der Führung noch beliebig lange allein durch die Säle gehen kannst, verspricht das Museum nirgends – rechne mit 60–90 Minuten für den gesamten Besuch inklusive Tafeln und Souvenirladen. Am besten bist du etwa 15 Minuten vor der vollen Stunde da.

Einzelbesucher müssen gar nicht buchen – komme einfach zum Stundenbeginn, etwa eine Viertelstunde vorher. Eine Reservierung ist nur für Gruppen mit mehr als 10 Personen Pflicht; die Anfrage geht mindestens einen Tag vorher und nicht an die allgemeine Adresse, sondern an die Besucherabteilung: [email protected].

2.4. Eintrittspreise

Unser Ticket aus dem Jahr 2018 kostete pauschal 150 Dinar für alle – es ist auf dem Foto unten zu sehen, ich lasse es als Denkmal einer Epoche stehen. Aktuell gilt diese Preisliste:

  • Einzelticket mit Führung auf Englisch – 800 Dinar;
  • Einzelticket mit Führung auf Serbisch – 400 Dinar;
  • Gruppe mit mehr als 10 Personen – 500 Dinar pro Person auf Englisch und 250 Dinar auf Serbisch, aber die Gruppe braucht eine Buchung;
  • Besucher mit Behinderung und ihre Begleitpersonen – frei.

Die Führung ist im Ticketpreis enthalten, dafür muss nichts extra bezahlt werden. Und jetzt der Punkt, an dem hier buchstäblich alle stolpern: Das Museum akzeptiert nur Bargeld und nur serbische Dinar. Karten werden gar nicht genommen, Euro auch nicht. Geldautomaten und Wechselstuben gibt es an der Slavija – wechsle unterwegs Geld, das dauert fünf Minuten; ohne Dinar wirst du schlicht nicht zur Führung zugelassen.

Ermäßigungen für Kinder, Studierende und Rentner habe ich auf den offiziellen Seiten des Museums nicht gefunden, also verspreche ich sie nicht: Rechne mit dem vollen Tarif. Für Kinder gibt es eigene Führungen, aber nur auf Serbisch: montags um 10:00 Uhr eine kostenlose halbstündige für 4- bis 7-Jährige, um 18:00 Uhr eine für 7- bis 10-Jährige für 400 Dinar (ein bis zwei Kinder mit Elternteil), Anmeldung unter [email protected].

So sieht das Ticket aus:

Nikola-Tesla-Museum

Tickets kannst du direkt im Museum kaufen:

Elektro-Museum Nikola Tesla

2.5. Regeln, die du vorher kennen solltest

Die Villa ist klein, und die Regeln passen dazu. Nichts Schlimmes, aber lies das besser zu Hause als an der Schwelle:

  • eine richtige Gepäckaufbewahrung gibt es nicht – Rucksack und größere Sachen musst du dort lassen, wo das Personal es anweist; Koffer und Klappräder bittet das Museum gar nicht erst mitzubringen;
  • fotografieren ist nur in erlaubten Zonen, ohne Blitz und Stativ; Videoaufnahmen – höchstens zehn Sekunden am Stück und nur für private Zwecke;
  • Kinder unter 12 Jahren werden nur mit einem Erwachsenen hereingelassen;
  • Tiere sind nicht erlaubt;
  • wenn du einen Herzschrittmacher hast – sage dem Guide unbedingt Bescheid und befolge seine Anweisungen: Die Experimente laufen mit Hochspannung.

Zur Barrierefreiheit schreibt das Museum: Für Blinde gibt es Materialien in Brailleschrift und Audiobegleitung, für Hörgeschädigte gedruckte Materialien, QR-Codes und einen Film mit Untertiteln in elf Sprachen; Besuchern mit eingeschränkter Mobilität helfen zwei Mitarbeiter. Achte auf die Formulierung: Es geht ausdrücklich um Hilfe durch Menschen. Weder zu einer Rampe noch zu einem Aufzug noch zu einem barrierefreien WC sagt die offizielle Seite etwas, und ich werde das nicht dazudichten – wenn die Frage für dich entscheidend ist, schreib dem Museum vorher. Auch die Liste der elf Untertitelsprachen ist nirgends veröffentlicht; rechne also nicht fest damit, dass deine Sprache dabei ist.

2.6. Offizielle Website

Den Führungsplan für einen konkreten Tag, die Preise und Nachrichten zu einmaligen Änderungen des Ablaufs gibt es nur auf der offiziellen Website des Museums: tesla-museum.org. Die alte Adresse nikolateslamuseum.org lebt ebenfalls noch, leitet aber inzwischen nur hierher weiter.

3. Das Museum in Bildern

Was gibt es im Museum zu sehen? Die Fotos unten wurden 2018 für unseren Artikel aufgenommen, und vom 29. Juni bis 3. Juli 2026 war das Museum wegen der Erneuerung der Dauerausstellung geschlossen – manche Vitrinen können jetzt also anders aussehen. Die Ausstellung ist in mehrere Bereiche unterteilt, ein Teil der Exponate sind Teslas persönliche Dinge, ein Teil seine Erfindungen. Außerdem kannst du im Museum historische Dokumente, alte Zeitungen und vieles mehr sehen, das mit dem Leben und Werk von Nikola Tesla zu tun hat.

3.1. Persönliche Dinge des Wissenschaftlers

Teslas persönlicher Safe:

Nikola-Tesla-Museum in Belgrad

Die Initialen N. T. auf dem Safe:

Nikola-Tesla-Museum

Briefe des Wissenschaftlers:

Nikola-Tesla-Museum

Werkzeuge und Geräte für Berechnungen, die dem Wissenschaftler gehörten:

Tesla-Museum in Belgrad

Persönliche Dinge:

Persönliche Dinge von Tesla

Die Taschenuhr von N. Tesla:

Nikola-Tesla-Museum

Der berühmte Hut und die Handschuhe – alles mit den Initialen des Besitzers:

Nikola-Tesla-Museum

Briefe, Teslas Siegel:

Nikola-Tesla-Museum

Der Anzug von Nikola Tesla:

Anzug von Nikola Tesla

3.2. Erfindungen

Geheimnisvolle Erfindungen oder praktische Geräte? Praktische – und das ist, ehrlich, interessanter als alle Legenden. Auf pseudowissenschaftliche Theorien, die von Artikel zu Artikel wandern, gehe ich hier bewusst nicht ein: Keine davon wird durch die Materialien des Museums bestätigt, und das Museum selbst erzählt nichts dergleichen. In diesen Sälen geht es um anderes: das rotierende Magnetfeld, Wechselstrom, Funkfernsteuerung – Dinge, auf denen unser Alltag beruht.

Und wichtig zu wissen: Fast alles, was in den Sälen steht und wie eine „Erfindung Teslas“ aussieht, sind funktionierende Modelle, gebaut nach seinen Zeichnungen. Die Originale hier sind andere: persönliche Dinge, Geräte aus seinen Laboren, Dokumente. Es ist schöner, den Unterschied zu kennen – ein Modell kann nämlich vor deinen Augen eingeschaltet werden, ein Museumsoriginal nicht.

Im Museum kannst du während der Führung an einem Experiment teilnehmen – alle Teilnehmer bekommen lange Lampen, und dann wird dieses Gerät eingeschaltet:

Tesla-Museum in Belgrad

Dann fangen die Lampen an zu leuchten (beachte: alle ganz ohne Kabel!); am Ende des Artikels findest du ein Video dieses Experiments:

Nikola-Tesla-Museum von innen

Dir wird erklärt, wie ein Magnetfeld entsteht:

Nikola-Tesla-Museum in Belgrad

Modelle der Erfindungen:

Tesla-Museum in Belgrad

In Tesla wird die magnetische Flussdichte gemessen – die Dichte des magnetischen Flusses.

Tesla-Museum in Belgrad

Modell des ferngesteuerten Bootes – genau jenes, das Tesla 1898 der Öffentlichkeit vorführte. Das US-Patent Nr. 613.809 meldete er am 1. Juli an und erhielt es am 8. November desselben Jahres:

Tesla-Museum in Belgrad

Modell des Labors in Colorado Springs:

Tesla-Museum in Belgrad

So sah das Labor des großen Wissenschaftlers aus:

Tesla-Museum in Belgrad

Modell des Induktionsmotors:

Tesla-Museum in Belgrad

3.3. Presse über Tesla

Das Time-Magazin, das Tesla gewidmet war:

Nikola-Tesla-Museum

Zeitungen aus der Zeit von Nikola Tesla:

Nikola-Tesla-Museum

4. Fazit

Hier wird es Kindern und Erwachsenen gefallen, denn im Museum werden Experimente gezeigt und vor deinen Augen spannende Versuche durchgeführt! Plane die Zeit nur realistisch ein: Die Führung dauert etwa 45 Minuten, und für den ganzen Besuch inklusive Tafeln und Souvenirladen solltest du 60–90 Minuten einrechnen.

Neben den Ausstellungen kannst du beim Experiment mit der Teslaspule zusehen und mitmachen: Du bekommst eine lange Lampe in die Hand, und sie fängt ohne ein einziges Kabel an zu leuchten. Für mich war das wohl das Spannendste des ganzen Besuchs – und es ist Teil der normalen Führung, extra Geld für die Show wird nicht verlangt.

Beim Thema Sprache bleibt alles, wie es war: Die Führungen laufen offiziell nur auf Serbisch und Englisch. Der Museumsfilm hat Untertitel in elf Sprachen, deren Liste aber nirgends veröffentlicht ist – verlass dich also nicht darauf, dass deine dabei ist; ein eigener Reiseführer bringt da mehr. Und denk an die Führungen zur vollen Stunde: Wenn du den Zeitpunkt nicht triffst, landest du – so wie wir damals – mitten in einer fremden Führung.

Meiner Meinung nach sollte man das Museum unbedingt besuchen – es ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Belgrads, neben der Festung Kalemegdan oder der Kathedrale des Heiligen Sava. Aber ich sage es ehrlich, denn die aktuellen Bewertungen fallen sehr gegensätzlich aus: Manchen sind diese 45 Minuten zu wenig, und das Museum selbst wirkt auf sie klein und zu voll mit Menschen. Hierherzukommen lohnt sich auf jeden Fall, wenn du dich für Tesla selbst, das Live-Experiment mit der Spule und die echten Dinge des Wissenschaftlers interessierst. Wenn du aber ein großes interaktives Science Center für einen halben Tag erwartest – das gibt es hier nicht, und bis zum Umzug in das neue Gebäude wird es das auch nicht geben.

Bedenke, dass das Museum eines der beliebtesten der Stadt ist – in der Zeit der Schulferien gibt es einen Ansturm von Schulklassen. Wenn du genau in dieser Zeit kommst, stelle dich auf viele Menschen ein.

Auch Erwachsenen ohne Kinder wird es hier gefallen. Wenn nicht die Experimente, dann die Lebensgeschichte des großen Wissenschaftlers, die Möglichkeit, seine persönlichen Dinge zu sehen und durch eine alte Belgrader Villa zu schlendern.

Ein Besuch in Teslas Elektro-Museum ist ein unvergessliches Erlebnis! Schön, dass es im Zentrum liegt, in einem hübschen alten Viertel der Stadt. Ich empfehle, den Besuch mit einem Spaziergang durch Vračar zu verbinden. In der Nähe gibt es viele nette Cafés, in denen du danach deine Eindrücke vom Museum austauschen kannst.

Ich empfehle, den Museumsbesuch in den Reiseplan für Belgrad aufzunehmen, auch wenn du nur für ein paar Tage kommst.

5. Video

Wir haben im Museum ein kurzes Video für dich aufgenommen – mit der Lichtshow und einem Blick in die Ausstellung:

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Möchtest du das Museum jetzt besuchen? Oder warst du vielleicht schon einmal im Tesla-Museum? Teile deine Eindrücke in den Kommentaren!

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Wir haben in Belgrad übrigens Airbnb genutzt und in einer Wohnung gewohnt – das war günstiger und bequemer.