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TschechienPrag

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An den Ufern der Moldau: Prags Flusspromenaden, die schönsten Ausblicke und Erlebnisse

Prag liegt an den Ufern der Moldau, und es ist nur natürlich, dass eine so große Stadt hier ansprechende Promenaden angelegt hat. Die Moldau fließt durch das gesamte Zentrum: an der Prager Burg und der Karlsbrücke vorbei, und weiter südlich unter dem Felsen des Wyschehrad, an dessen Fuß die lebendigste Uferpromenade der Stadt beginnt, die Náplavka. Am einfachsten kommst du mit der städtischen Fähre aufs Wasser: Auf ihr gilt (Stand: Oktober 2026) das normale Prager Nahverkehrsticket (36 Kronen in der App, 39 Kronen als Papierticket); eine einstündige Rundfahrt mit Audioguide ab der Karlsbrücke kostet 15 Euro. Wir schauen uns heute an, welche Freizeitmöglichkeiten es hier gibt, was du an den Ufern sehen kannst und wie du deine Zeit auf dem Wasser verbringst. Los geht’s!

1. Allgemeine Informationen zur Uferpromenade

1.1. Geschichtlicher Hintergrund

Es hat sich so ergeben, dass die Stadt entlang des Flusses wuchs. Der Name des Flusses stammt von einem altdeutschen Wort ab, das übersetzt „wildes Wasser“ bedeutet. Früher diente der Fluss den Einwohnern der Stadt sowohl als Wasserquelle als auch als Waschplatz – und stellenweise (warum es verheimlichen) auch als Abwasserkanal. Über den Fluss wurden außerdem wichtige Waren und Baumaterialien in die Stadt gebracht; die Hauptstadt an der Moldau wurde also in hohem Maße dank des Flusses erbaut.

Seinen „wilden“ Charakter zeigt der Fluss in Prag deutlich – seine Wasser sind hier alles andere als ruhig. Mehr noch: Prag hat mehrere Hochwasser erlebt. Das zerstörerischste der jüngeren Zeit ereignete sich 2002: Damals wurde ein erheblicher Teil der Stadt in Mitleidenschaft gezogen, darunter auch die Metro. Und im Juni 2013 stieg das Wasser erneut; in Prag wurde für mehr als zwei Wochen der Ausnahmezustand ausgerufen.

Unter der Karlsbrücke ist eine Markierung geblieben, die den Wasserstand während des Hochwassers zeigt:

Stadtrundfahrt durch Prag

Etwa bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war das Klima im Winter frostiger, und in der kalten Jahreszeit fror der Fluss vollständig zu. Dann verwandelte er sich in eine riesige Eisbahn für die Einwohner der Stadt. Laut Radio Prag konnte man die Moldau zuletzt 1978 über das Eis überqueren, und auch damals war das Eis dünn und gefährlich. Das liegt nicht nur am Klima: In den 1950er-Jahren wurden am Fluss Dämme und Stauseen gebaut, und seitdem friert er in der Stadt kaum noch zu – derartiges Wintervergnügen ist also weder für Einheimische noch für Prag-Besucher zu erwarten.

1.2. Wo die interessantesten Orte liegen (schöne Ausblicke, Anlegestellen usw.)

Wenn du nicht weißt, wo die besten Aussichtspunkte mit schönem Blick auf die Moldau sind, dann begib dich in die Letná-Gärten. Von hier hat man einen sehr guten Überblick über den Fluss und die Boote, die über sein Wasser ziehen. In diesen Park gelangst du, wenn du von der Prager Burg herabsteigst – im Rahmen eines kleinen Spaziergangs.

Blick auf die Moldau vom Aussichtspunkt in den Letná-Gärten:

Letná-Gärten, Blick auf Prag

Eine besondere Erwähnung verdient die tschechische Burg Wyschehrad. Hier solltest du in jedem Fall vorbeischauen, und auch die Ausblicke auf den Fluss von der Burg an der Moldau sind ausgezeichnet. Du kannst dir vorstellen, eine tschechische Königin (oder ein tschechischer König) zu sein – zumal die Residenz des Monarchen einst genau hier war.

Blick auf die Moldau vom Wyschehrad:

Aussichtspunkt auf dem Wyschehrad, Prag

Die Anlegestellen befinden sich entlang des Flusses; in der Regel liegen sie unterhalb des Uferniveaus, und man muss zu ihnen hinabsteigen. Sie alle hier aufzuzählen ist nicht möglich, aber allein an städtischen Anlegestellen gibt es auf jedem der Moldau-Ufer jeweils fünf.

1.3. Transport auf der Moldau

An beiden Ufern des Flusses gibt es mehrere Anlegestellen. Zwischen ihnen verkehren die städtischen Flussfähren, mit denen du die tschechische Hauptstadt von der Moldau aus sehen kannst.

Das Ticket für diese Fähren ist dasselbe wie für den übrigen öffentlichen Nahverkehr: Stand Oktober 2026 kostet das 30-Minuten-Ticket 36 Kronen in der App PID Lítačka und 39 Kronen als Papierticket; auch die 24- und 72-Stunden-Karten gelten. Die Fährlinien sind mit dem Buchstaben P gekennzeichnet: P1 und P2 fahren ganzjährig, die übrigen von April bis Oktober; bei Hochwasser und Nebel verkehren die Fähren nicht. Fahrräder werden kostenlos mitgenommen.

Am Ufer der Moldau

Sie fahren auf festen Routen – genauer gesagt bringen sie die Menschen schlicht von einem Moldau-Ufer ans andere.

Wenn du die touristische Karte Prague Card besitzt, steht dir eine Flussrundfahrt kostenlos zu. Diese Karte ist inzwischen die Plastikvariante des Passes Prague CoolPass: Darin sind (Stand: Oktober 2026) vier Rundfahrten von Prague Boats und die 45-minütige Fahrt von Prague Venice ab der Karlsbrücke enthalten. Eine Moldau-Rundfahrt steckt auch im offiziellen Stadtpass Prague Visitor Pass, zusammen mit den Fahrten im Nahverkehr. Hier ist der Punkt auf der Karte an der Karlsbrücke, von dem die Boote ablegen (und später wieder ankommen):

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Die 45-minütige Fahrt auf der Moldau lässt dich nicht nur die Stadt vom Wasser aus bewundern, sondern auch ein paar unvergessliche Fotos machen.

Du kannst auch separat eine Bootsrundfahrt auf dem Fluss buchen. Sie dauert etwa eine Stunde und kostet (Stand: Oktober 2026) 15 Euro pro Person; sie beginnt an der Karlsbrücke und endet am Bedřich-Smetana-Museum. Eine wirklich gute Option für alle, die die Stadt vom Wasser aus sehen möchten. Auf dem Schiff gibt es ein Restaurant, Essen und Getränke werden jedoch separat bezahlt; die Informationen über die Stadt kommen per Audioguide.

Es gibt außerdem eine dreistündige Variante der Rundfahrt. Dabei kannst du die Ausblicke des abendlichen Prags genießen und gleich an Bord des Schiffes zu Abend essen. Das Angebot an Abendfahrten ist heute ein anderes; Zeit und Preis schaust du daher am besten für deine Daten nach.

Wenn du gern durch Prags Uferstraßen schlenderst und gleichzeitig viel Neues erfahren möchtest, dann nimm an einem Rundgang mit Guide teil. Der Guide erzählt dir vom Leben der Stadt zu verschiedenen Zeiten und davon, welche Rolle der Fluss in all dem spielte.

1.4. Zeitpunkt des Besuchs

Entlang der Uferpromenade kannst du rund um die Uhr spazieren. Ich empfehle, sie sowohl bei Tageslicht als auch nach Sonnenuntergang zu sehen – die Eindrücke sind völlig unterschiedlich.

2. Ausblicke auf die Moldau

Im alten Teil der Stadt ist der Anblick besonders schön – Boote und prächtige historische Gebäude:

Am Ufer der Moldau

Auch die Brücken über der Moldau sind sehr hübsch; neben dem rein praktischen Zweck erfüllen sie also noch eine ästhetische Funktion:

Brücken über die Moldau

Längst nicht alle Uferpromenaden in Prag sind Fußgängerzonen:

Am Ufer der Moldau

In der Ferne ist der Prager Fernsehturm zu sehen, und wenn du die Brücke überquerst, liegt rechts das Tanzende Haus:

Die Moldau

Wie man sieht, sind auf der Moldau auch Ausflugsschiffe unterwegs:

Brücke über die Moldau

Vögel gibt es in der Nähe der Ufer reichlich – ein interessantes Schauspiel:

Pinguine auf der Moldau

Die Kapelle der Maria Magdalena:

Kapelle der Maria Magdalena in Prag

Der Gottesdienstplan:

Kapelle der Maria Magdalena in Prag

Spaziergänge auf Prags Uferpromenaden sind ein reines Vergnügen – selbst an einem trüben Tag!

Am Ufer der Moldau

3. Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in der Nähe

An der Moldau-Promenade, konkret auf der Náplavka, gibt es immer etwas zu tun, besonders für junge Leute. Hier gibt es jede Menge Konzertsäle, Cafés und Restaurants, sodass die Zeit wie im Flug vergeht. Du kannst hier essen, tanzen und neue Freunde finden. Samstags öffnet hier ein Bauernmarkt: Im Jahr 2026 findet er von Februar bis Dezember von 8:00 bis 14:00 Uhr statt; bei einer großen Veranstaltung an der Promenade zieht er auf den benachbarten Platz Palackého náměstí um.

Einige Bars sind direkt auf dem Wasser aufgebaut, ganz wie in Seebädern:

Boote auf der Moldau

Wenn du am Alš-Ufer (Alšovo nábřeží) an der Mánes-Brücke spazierst (weiter entlang des Flusses geht sie in das Dvořák-Ufer über), dann wirf unbedingt einen Blick auf das Rudolfinum (Alšovo nábřeží 12). Hier ist die Kunstgalerie Galerie Rudolfinum untergebracht, außerdem kannst du Konzerte der Philharmonie hören. Das Gebäude ist neben seinem imposanten Äußeren auch dafür bekannt, dass hier in den ersten Jahren der Tschechoslowakei das Parlament tagte.

Am Masaryk-Ufer kannst du dir das Tanzende Haus ansehen. Dieses markante Beispiel moderner Architektur entstand hier 1996 und wirkt sehr ungewöhnlich vor dem Hintergrund der alten Gebäude, die es umgeben. Schau unbedingt vorbei und mach ein Foto – es ist einer der „instagramtauglichsten“ Orte der Stadt!

Früher lag an der Náplavka das Schiffszentrum IQ Port. Dort konnte man in spielerisch-interaktiver Form viel über die Wasserwelt, Geologie, den Kosmos, optische Täuschungen, die Anatomie des Menschen, Energie und Ökologie oder die Geheimnisse der Welt erfahren. In der virtuellen Realität konnte man Kajak oder Motorrad fahren, und im Inneren des Zentrums gab es Roboter, mit denen man sich unterhalten konnte. Kurzum: Es war interessant für Kinder und Erwachsene.

So sah das Kinderzentrum IQ Port aus:

Rundfahrten auf der Moldau

Darauf solltest du heute allerdings nicht mehr bauen: Laut einer Ankündigung auf der Website des Zentrums lag das Schiff von Juni bis Oktober 2019 am Ufer und fuhr im November 2019 davon. Neuere Meldungen gibt es dort nicht (geprüft im Oktober 2026), sodass die Preise und Öffnungszeiten von damals nicht mehr gelten.

Auch für Angelfreunde ist die Moldau eine ausgezeichnete Freizeitoption. Da es sich um einen richtigen lebendigen Fluss entlang der Stadt handelt, gibt es hier ziemlich viele Fische. So hat einer der tschechischen Angelbegeisterten hier an der Moldau ohne große Mühe mehrere ziemlich große Karpfen gefangen, was etliche Schaulustige anzog. Eine ungewöhnliche Beschäftigung für das Zentrum einer Großstadt – dafür aber originell!

4. Fazit und Eindrücke

Die Ausblicke auf den Fluss von Prags Anhöhen im Bereich der Letná-Gärten und des Wyschehrad sind einfach großartig. Ich empfehle sehr, eine Bootsrundfahrt zu machen, falls du die Prague Card kaufst. Wenn du keine Karte hast, kannst du einfach mit der Fähre von einem Ufer ans andere fahren – mit dem normalen Ticket für 36–39 Kronen: Das kostet fast nichts, und du nimmst ein neues, interessantes Erlebnis mit.

Aber auch ohne Schifffahrt gibt es entlang der Ufer jede Menge Unterhaltung – für große wie für kleine Touristen!

Und wie hast du deine Zeit in Prag verbracht? Bist du an der Promenade spazieren gegangen? Bist du lieber tagsüber, abends oder vielleicht nachts am Ufer unterwegs? Welches Lokal an der Promenade hat dir am besten gefallen? Wir freuen uns auf deine Rückmeldung!

Für heute ist das alles von mir – ich hoffe, es war interessant! Schreib in die Kommentare, was ich dir sonst noch über Prag erzählen soll. Und abonniere die Updates: Es kommen noch viele Artikel über die tschechische Hauptstadt und über andere Städte in Europa und der Welt. Bis bald!

Ich selbst habe in Prag den Dienst Airbnb genutzt und in einer Ferienwohnung gewohnt – so war es deutlich günstiger und bequemer. Wenn du ebenfalls lieber eine Wohnung statt eines Hotels nehmen möchtest, wirf einen Blick auf die freien Unterkünfte in Prag – Preise für deine Daten.