Der öffentliche Nahverkehr in Prag erfüllt eine außerordentlich wichtige Aufgabe: Er verbindet die verschiedenen Stadtteile der riesigen Stadt. Wie in solchen Fällen üblich, gibt es mehrere Verkehrsmittel, und jedes hat seine eigenen Besonderheiten und Betriebszeiten. Hier erfährst du, welche Verkehrsmittel es in Prag gibt, mit welchen Tickets du sparst – und noch einiges mehr!
Kurz zur Fahrpreiszahlung (Preise geprüft im September 2026). Ein Ticket gilt im gesamten Stadtverkehr: in der U-Bahn, in Straßenbahnen, Bussen, Trolleybussen und auf den Fähren. Das Ticket für 30 Minuten kostet 39 Kronen, für 90 Minuten 50 Kronen, für 24 Stunden 150 Kronen, für 72 Stunden 350 Kronen; in der App PID Lítačka ist jedes davon günstiger: 36, 46, 140 und 340 Kronen. Kaufen kannst du das Ticket in der App, am Automaten an der Haltestelle oder in der U-Bahn-Station sowie im Tabak- oder Zeitungskiosk; in der Straßenbahn, im Stadtbus und im Trolleybus zahlst du mit Bankkarte am Terminal in Wagenmitte oder an der zweiten Tür (nur kontaktlos, dort gibt es Tickets für 30 und 90 Minuten sowie für 24 Stunden). Ein Papierticket musst du vor der Fahrt unbedingt entwerten, ohne Ticket droht ein Bußgeld von 2.000 Kronen. Alles Wichtige zu jeder Variante steht in Abschnitt 3.
1. Die verschiedenen Verkehrsmittel im Überblick
Zum städtischen Nahverkehr in Prag gehören Straßenbahnen, Busse, Trolleybusse, die U-Bahn und die Standseilbahn sowie die Fähren. Auf jedes dieser Verkehrsmittel gehe ich weiter unten genauer ein. Trolleybusse gibt es in Prag inzwischen wieder: Stand September 2026 verkehren die Linien 58, 59 (vom Flughafen bis zur U-Bahn-Station Nádraží Veleslavín) und 52 im regulären Betrieb, zwei weitere – 51 und 53 – fahren im Probebetrieb. Es gelten die gleichen Tickets wie im übrigen Stadtverkehr.
Du kannst auch ein Auto mieten – über einen Carsharing-Dienst oder über einen Online-Buchungsservice. Wichtig ist, einen internationalen Führerschein dabeizuhaben und mindestens 3 Jahre Fahrerfahrung mitzubringen (manche Anbieter verlangen das oder setzen einen hohen Preis an, wenn deine Fahrpraxis kürzer ist). Danach hinterlegst du eine Kaution, unterschreibst die Unterlagen und bekommst das Auto. Wichtig: Du erhältst den Wagen mit vollem Tank und musst ihn genauso zurückgeben.
Der Mietpreis in Prag hängt von der Saison und der Fahrzeugklasse ab; die aktuellen Preise für deine Reisedaten vergleichst du am einfachsten online – am günstigsten sind in der Regel Wagen der Economy-Klasse wie der Skoda Fabia.
Natürlich gibt es in Prag auch Taxis. Sie alle tragen ein spezielles Leuchtschild mit der entsprechenden Aufschrift auf dem Dach. Im Wagen muss eine gut lesbare Preisliste aushängen, an den Türen müssen der Firmenname und die Lizenznummer stehen. Nach der Fahrt muss dir der Fahrer einen Bon aus dem Taxameter geben, auf dem der Fahrpreis steht. Seit dem 1. August 2026 hat die Stadt für Taxis mit Taxameter Höchstpreise festgelegt, in denen alles enthalten ist.
Der Preis setzt sich aus drei Teilen zusammen:
- Grundpreis (höchstens 70 Kronen);
- Wartezeit (höchstens 7 Kronen/Minute);
- Kilometerpreis (höchstens 42 Kronen/km).
Bestelle den Wagen am besten im Voraus – dann weißt du von Anfang an, was die Fahrt kostet. Telefonnummer eines Taxiunternehmens (Modrý anděl): +420 737 222 333.
Das Auto ist zwar gelb und hat schachbrettartig lackierte Spiegel – aber es ist kein Taxi!

Außerdem gibt es in Prag so etwas wie Leihfahrräder und E-Scooter.
[tds_council]Den Verleih Freebike gibt es in Prag nicht mehr. Mit dem Stadtverkehr verbunden sind jetzt die Anbieter Rekola und Nextbike: zweimal täglich 15 Minuten kostenlos – allerdings nur für Inhaber einer langfristigen PID-Fahrkarte; Touristen mit einem Ticket für 24 oder 72 Stunden steht dieser Vorteil nicht zu. [/tds_council]
Um ein Rad oder einen Scooter zu nutzen, lädst du die App des Anbieters herunter (die Liste der mit dem Stadtverkehr verbundenen Verleihe findest du auf der offiziellen PID-Website), scannst darin den QR-Code am Fahrrad oder Scooter und fährst los.
Dieses Verkehrsmittel nutzen gern sowohl Prag-Besucher als auch Einheimische:

Parkplatz für Fahrräder und Scooter:

Und durch Prag kannst du auch in einer solchen Kutsche fahren – das ist aber natürlich eher ein Vergnügen als ein Verkehrsmittel:

2. Routen, Fahrpläne, Preise
Falls deine Reise auf Weihnachten oder Neujahr fällt: Am 24. Dezember fahren die Verkehrsmittel nach dem Samstagsfahrplan, der Tagverkehr endet aber schon gegen 18:00 Uhr; am 25. Dezember gilt der Sonntagsfahrplan, wobei Straßenbahnen und Busse tagsüber erst gegen 7 Uhr auf die Strecke gehen; am 26. Dezember gilt ebenfalls der Sonntagsfahrplan; vom 28. bis 30. Dezember gilt der Ferienfahrplan; am 31. Dezember wird der Tagverkehr gegen 22:00 Uhr eingestellt; am 1. Januar gilt wieder der Sonntagsfahrplan, Straßenbahnen und Busse fahren tagsüber ab etwa 7:00 Uhr. Das ist der Planungskalender des Nahverkehrskoordinators ROPID (pid.cz) – er ist unverbindlich und kann je nach Verkehrsmittel abweichen; prüfe den genauen Fahrplan für die Feiertage daher eine Woche vor der Reise auf der Website des Verkehrsbetriebs DPP. Und bedenke: Große Geschäfte sind am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Januar gesetzlich geschlossen, am 24. Dezember haben sie nur bis mittags geöffnet.
2.1. U-Bahn
Die U-Bahn fährt das ganze Jahr über etwa von 5 Uhr morgens bis Mitternacht. Langes Warten gibt es an den Stationen nicht: Zur Hauptverkehrszeit fahren die Züge alle 2–4 Minuten, sonst alle 5–10 Minuten. Drehkreuze gibt es in der U-Bahn nicht, aber entwerte dein Papierticket beim Eingang unbedingt – Schwarzfahrer werden hier häufig erwischt. Ein Ticket kannst du im U-Bahn-Zug selbst nicht kaufen, nur vorab am Automaten oder in der App. Insgesamt hat die Prager U-Bahn 3 Linien:
- A (Depo Hostivař – Nemocnice Motol);
- B (Zličín – Černý Most);
- C (Letňany – Háje).
Den genaueren U-Bahn-Fahrplan findest du hier. Den Eingang zur Station erkennst du am charakteristischen Schild mit dem nach unten zeigenden Pfeil.
2.2. Straßenbahnen
In Prag gibt es mehr als 20 Straßenbahnlinien, aufgeteilt in Tag- und Nachtlinien. Jetzt erkläre ich, bis wie viel Uhr jede Art fährt:
- die Straßenbahnen fahren tagsüber etwa von 5 bis 24 Uhr;
- die Nachtstraßenbahnen fahren von Mitternacht bis 5 Uhr morgens, alle 30 Minuten; alle halten an der Haltestelle Lazarská, wo du bequem umsteigen kannst.
Den detaillierten Fahrplan der Straßenbahnen nach Linien siehst du hier. Die Nachtstraßenbahnen tragen die Nummern 90 bis 99.
An jeder Straßenbahnhaltestelle hängen ein Fahrplan und ein Linienplan der Stadt (so ein Plan hat mich gerettet, als ich mich im nächtlichen Prag verlaufen hatte und mein Handy nicht funktionierte):

Die Wagen sind ganz neu und sehen sehr ansprechend aus:

Es sind aber auch ältere Modelle unterwegs, die ebenfalls in gutem Zustand sind – mit dieser Straßenbahn kommst du zur Prager Burg:

Und dieses gelbe Ding ist der Entwerter:

Im Wageninneren kannst du dir außerdem die Linienpläne ansehen:

Straßenbahnen gibt es in verschiedenen Farben, von Eintönigkeit keine Spur:

Mit den Straßenbahnen kannst du dir auch eine hübsche Stadtrundfahrt gönnen (besonders, wenn du eine Zeitkarte hast und dich nicht um Tickets kümmern musst):

Bezahlen kannst du direkt in der Straßenbahn: Am Terminal in Wagenmitte kaufst du ein Ticket für 30 oder 90 Minuten oder für 24 Stunden; der Betrag wird von der Bankkarte abgebucht (nur kontaktlos, Bargeld nimmt das Terminal nicht an):

Und so sehen die Sitze in den Wagen der neuen Bauart aus:

2.3. Fähren
Stand September 2026 gibt es in Prag 5 städtische Fährlinien:
- P1 (Sedlec – Zámky), ganzjährig;
- P2 (V Podbabě – Podhoří), ganzjährig;
- P4 (Dostihová – Belárie), vom Frühjahr bis Ende Oktober;
- P5 (Císařská louka – Výtoň), vom Frühjahr bis Ende Oktober;
- P6 (Lahovičky – Nádraží Modřany), vom Frühjahr bis Ende Oktober.

Die Linien P3, P7 und P8 gibt es im aktuellen Fahrplan nicht mehr. Den genauen Fahrplan findest du auf der städtischen Website.
Die ganzjährigen Linien P1 und P2 beginnen um 5:25 Uhr und fahren bis 20:00 bzw. 22:00 Uhr; die saisonalen Linien P4, P5 und P6 verkehren je nach Tageslänge von 7–8 Uhr morgens bis 19–21 Uhr; bei Hochwasser fahren die Fähren nicht. Die Hauptaufgabe der Fähren ist es, Menschen von einem Ufer der Moldau ans andere zu bringen. Es gelten die üblichen Tickets, und Fahrräder fahren kostenlos mit.
2.4. Busse
In Prag gibt es über 150 städtische Buslinien, und auch sie sind in Tag- und Nachtlinien aufgeteilt. Die Nachtbusse erkennst du leicht an den Nummern:
- städtische Nachtbusse – Nr. 901 bis 918, fahren von Mitternacht bis 4:30 Uhr alle 30–60 Minuten;
- die städtischen Busse fahren tagsüber etwa von 5 bis 24 Uhr.
Den Fahrplan der Busse nach Linien findest du hier. Von den Betriebszeiten her entsprechen Nacht- und Tagesbusse den Straßenbahnen. In Stadtbusse steigst du durch beliebige Türen ein, und ein Ticket kaufst du per Karte am Terminal an der zweiten Tür. Interessant übrigens: Bei Straßenbahnausfällen werden die Linien durch Busse ersetzt; diese Ersatzlinien bekommen die Nummer X**, wobei ** für die Nummer der ersetzten Straßenbahnlinie steht.
2.5. Arten von Touristenbussen
In Prag gibt es mehrere Arten von Bussen, die Touristen durch die Stadt fahren.
- Busse im Hop-on/Hop-off-Format

Der Bus fährt dabei eine feste Route mit mehreren Haltestellen ab. An jeder dieser Haltestellen kannst du ein- und aussteigen; unterwegs steht jedem Fahrgast ein Audioguide zur Verfügung.
Praktisch daran: Du siehst die bekanntesten Orte der Stadt in sehr bequemer Umgebung. Tickets gibt es an Kiosken in der Stadt und online.
So sehen die Schilder an den Verkaufsstellen für diese Busse aus:

Es gibt mehrere Routenvarianten, die Auswahl ist groß:

- klassische Ausflugsbusse
Die Dauer der Tour kann unterschiedlich sein, meist beträgt sie etwa eine Stunde. Unterwegs kannst du ebenfalls einen Audioguide nutzen. Eine gute Option für alle, die wenig Zeit haben, aber die Stadt kennenlernen möchten.
So sieht die klassische Rundfahrt aus:

Und hier zieht ein Elektrofahrzeug im Dampflok-Look einen Wagen voller Touristen:

- Bierbusse
Das ist natürlich nur etwas für Liebhaber des Biers. Während der Fahrt darfst du Bier in beliebiger Menge trinken, dazu gibt es Erdnüsse als Snack und WLAN. Meist ist mit dem Bierbus ein Transfer vom Flughafen ins Hotel gemeint; die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Der Spaß ist nicht billig und eignet sich daher eher für eine Freundesgruppe. Tickets kaufen und Details ansehen kannst du online.
2.6. Standseilbahn
In Prag gibt es eine Standseilbahn und eine kleine Seilbahn im Zoo.
- Die erste bringt dich auf den Petřín-Hügel. Die Auffahrt beginnt an der Straße Újezd. Nach zweijähriger Renovierung wurde die Standseilbahn am 22. September 2026 wiedereröffnet: Sie fährt ganzjährig täglich von 7:00 bis 22:15 Uhr, die Wagen kommen alle 10 Minuten. Wichtig: Die Tickets für 30 und 90 Minuten gelten hier nicht; du brauchst ein separates Einzelticket für eine Fahrt – 100 Kronen (90 Kronen in der App PID Lítačka). Ohne Aufpreis fährst du mit dem Ticket für 24 oder 72 Stunden sowie mit dem Prague Visitor Pass.
- Die zweite ist die Sesselbahn im Prager Zoo. Sie wird ebenfalls vom städtischen Verkehrsbetrieb betrieben, gehört aber nicht zum PID-Verbund – die Tickets des Stadtverkehrs gelten hier also nicht. Die Fahrt bergauf oder bergab kostet 40 Kronen für alle über 6 Jahre; Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos auf dem Schoß eines Erwachsenen (Preise Stand Oktober 2026). Die Saison 2026 läuft vom 20. März 2026 bis zum 3. Januar 2027. Bis einschließlich 1. November fährt die Bahn täglich: bis 24. Oktober von 9:30 bis 17:00 Uhr, ab 25. Oktober von 9:30 bis 16:00 Uhr; im November und in der ersten Dezemberhälfte nur an einzelnen Tagen, und vom 22. Dezember bis 3. Januar fast täglich von 9:30 bis 16:00 Uhr, außer am 28. Dezember; am 24. und 31. Dezember ist der Betriebstag kürzer, bis 14:00 Uhr. Den genauen Kalender für deine Daten findest du auf der DPP-Website; bei schlechtem Wetter kann der Betrieb eingestellt werden.
Zum Vergleich: So sah der Fahrplan der Seilbahn im Zoo im Jahr 2020 aus:

3. Regeln für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs
3.1. So bezahlst du die Fahrt
Du kannst bar oder mit Karte zahlen; die Zahlungsarten sehen wir uns gleich genauer an. Eins vorweg: Schwarzfahren empfehle ich nicht – das Bußgeld beträgt 2.000 Kronen (1.200 Kronen, wenn du direkt beim Kontrolleur zahlst, und 1.500 Kronen innerhalb von 15 Tagen), und Kontrollen gibt es ziemlich oft. Es gibt mehrere Ticketarten für den Nahverkehr (Preise Stand September 2026; der erste Preis gilt für das Papierticket, der Preis in Klammern für die App PID Lítačka):
- 30 Minuten – 39 Kronen (36);
- 90 Minuten – 50 Kronen (46);
- Zeitkarte für 24 Stunden – 150 Kronen (140);
- Zeitkarte für 72 Stunden – 350 Kronen (340).
Kinder unter 15 Jahren und Senioren ab 65 fahren in Prag kostenlos; ab 6 Jahren braucht man einen Altersnachweis. Ein Papierticket aus dem Kiosk oder Automaten musst du beim Einstieg bzw. beim Betreten der U-Bahn unbedingt am Entwerter abstempeln (Tickets aus der App, aus dem Terminal im Fahrzeug und vom Schalter der Tschechischen Bahn musst du nicht entwerten). Danach kannst du innerhalb der Gültigkeitsdauer beliebig umsteigen, ohne erneut zu entwerten.
3.2. Wo und wie du Tickets kaufst
- Tickets gibt es an Selbstbedienungsautomaten an den Haltestellen, an Bahnhöfen und an U-Bahn-Stationen. Sei aufmerksam: Die Automaten mit Tasten nehmen nur Münzen, Bankkarten akzeptieren die Touchscreen-Automaten – hab also sicherheitshalber Kleingeld dabei.
- Auch in Tabakläden und Zeitungskiosken werden Tickets verkauft. Die Verkäufer sind auf den Umgang mit Touristen gut vorbereitet, du kannst dich also gern dorthin wenden.
- Außerdem kannst du die App PID Lítačka nutzen – dort sind die Tickets günstiger als auf Papier. Es ist ganz einfach: Wähle die gewünschte Ticketart, dann die Karte für die Zahlung und bezahle. Danach aktivierst du das Ticket in der App (bei uns dauerte die Aktivierung etwa 2 Minuten). Anschließend siehst du dein Ticket mit QR-Code für die Kontrolle. So musst du dir keine Gedanken mehr über den Ticketkauf machen; bei dieser Variante brauchst du nicht einmal eine tschechische SIM-Karte – deine eigene im Roaming reicht.
- Du kannst die Fahrt auch direkt in Straßenbahnen, Stadtbussen und Trolleybussen bezahlen: Dort stehen Terminals, die nur kontaktlose Kartenzahlung annehmen. So bekommst du ein Ticket für 30 oder 90 Minuten oder für 24 Stunden; es gilt sofort und muss nicht entwertet werden. In der U-Bahn gibt es diese Möglichkeit nicht.
- Und es gibt eine eher exotische Variante, falls du eine tschechische SIM-Karte mit genügend Guthaben hast: Du schickst eine SMS an die Nummer 902 06 mit dem Text DPT42 (Ticket für 30 Minuten, 42 Kronen), DPT55 (90 Minuten, 55 Kronen), DPT150 (24 Stunden) oder DPT350 (72 Stunden); für die Tages- und die Dreitageskarte musst du den Kauf noch mit einer Antwort-SMS „Ano“ bestätigen. Das Ticket kommt nach etwa 2 Minuten an; in die U-Bahn darfst du erst, wenn es eingegangen ist.
3.3. So sparst du bei den Fahrpreisen
Das Ticket für den Stadtverkehr gilt in Bussen, Straßenbahnen, Trolleybussen, auf den Fähren und in der U-Bahn. Für die Standseilbahn auf den Petřín gelten nur die Tickets für 24 und 72 Stunden; mit den Tickets für 30 und 90 Minuten kommst du dort nicht hinein.
Darum rate ich dir, gleich die 72-Stunden-Karte zu kaufen: Stand September 2026 kostet sie 350 Kronen, in der App 340. Das lohnt sich natürlich nur, wenn du mehrere Tage in Prag verbringst. Bist du nur einen Tag in der tschechischen Hauptstadt und unternimmst nur ein paar Fahrten, reichen Tickets für 90 Minuten für 50 Kronen (46 in der App); ab drei Fahrten lohnt sich die 24-Stunden-Karte für 150 Kronen.
Früher war die Prague Card praktisch, weil die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs enthalten war. Doch Anfang 2019 hat die Stadt diesen Punkt gestrichen; die Karte eignet sich seither nur noch für den freien Eintritt in einige Museen und Sehenswürdigkeiten. Dafür gibt es von der Stadt selbst die Touristenkarte Prague Visitor Pass für 48, 72 oder 120 Stunden: Darin ist die unbegrenzte Nutzung von U-Bahn, Straßenbahnen, Stadtbussen, Trolleybussen und Fähren enthalten, inklusive der Fahrt zum Flughafen und zurück.
Für alle, die länger in Prag sind, gibt es Dauerkarten: Stand Oktober 2026 kostet die Monatskarte 550 Kronen, die Vierteljahreskarte 1.480 Kronen, die Jahreskarte 3.650 Kronen. Am einfachsten holst du dir die elektronische Karte in der App PID Lítačka; die Papierversion gibt es an den DPP-Schaltern – dafür brauchst du Reisepass und ein Foto.
4. So findest du die richtige Route
Um herauszufinden, welches Verkehrsmittel du nehmen solltest, kannst du Google Maps nutzen. Es ist auf jedem Smartphone verfügbar; so geht’s:
- Aktiviere die Ortung;
- öffne dann die App und tippe auf die Schaltfläche für die Routenplanung;
- gib als Startpunkt deinen Standort ein und wähle das Ziel;
- wähle aus den vorgeschlagenen Reisevarianten den öffentlichen Nahverkehr – er ist mit einem Bus-Symbol gekennzeichnet;
- jetzt siehst du eine Anleitung, an welcher Haltestelle du in welches Verkehrsmittel steigen musst. Such dir die passende Variante aus und mach dich auf den Weg!
Auf ähnliche Weise orientierst du dich auch mit der App PID Lítačka. Praktisch ist hier, dass dir die App gleich das Ticket zum Kauf vorschlägt, das am besten zu dieser Fahrt passt (die Tickets unterscheiden sich, zur Erinnerung, in der Gültigkeitsdauer).
[tds_council]Einziger Haken: Für die App brauchst du Internet, sonst erstellt sie keine Routen. Nimm daher zur Absicherung immer einen gedruckten Stadtplan mit (in jedem Reiseführer enthalten) und lade Offline-Karten auf dein Handy.[/tds_council]
5. Fazit
Das schnellste Verkehrsmittel, mit dem du in die meisten Stadtteile kommst, ist natürlich die U-Bahn. Auf Platz zwei setze ich die Straßenbahn. Straßenbahnhaltestellen gibt es bei allen Sehenswürdigkeiten, die Bahnen fahren oft – das ist also das bequemste Verkehrsmittel.
Auf dem dritten Platz landet folgerichtig der Bus. Ich selbst bin nie Bus gefahren, weil ich überall mit der Straßenbahn hinkam.
Meiner Meinung nach lohnt es sich bei einem Aufenthalt von mehreren Tagen, gleich eine Zeitkarte zu nehmen. Ich habe am ersten Tag über die App Einzeltickets für 30 und 90 Minuten gekauft und mir dann ebenfalls in der App die 3-Tages-Karte geholt – 2020 kostete sie 310 Kronen, Stand September 2026 liegt das 72-Stunden-Ticket in der App bei 340 Kronen. Sehr bequem, der gesamte Stadtverkehr ist inklusive.
Beim Bezahlen musste ich meine Kartendaten eingeben (es wird ein Bestätigungscode abgefragt, die SIM-Karte, auf die die Karte registriert ist, muss also erreichbar sein). Wiederhole nicht meine Fehler: Nimm keine Kurzzeittickets, wenn du mehrere Tage in der Stadt bist – mit der Zeitkarte kannst du beliebig oft umsteigen und sparst ordentlich Geld.
Und welche Prager Verkehrsmittel hast du genutzt? Erzähl uns von deinen Erfahrungen: Welche Nachteile sind dir aufgefallen, und was sollte sich deine Stadt davon abgucken? Lass uns in den Kommentaren darüber sprechen!
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